Die Feuerwehren rings um Weferlingen statteten am Sonnabend der Mapei GmbH einen Besuch ab. Ganztägig wurde im Werk eine betriebsnahe Ausbildung durchgeführt, bei der die Feuerwehrleute alle Gefahrenpotenziale und räumlichen Bedingungen kennenlernten.

Weferlingen/Walbeck l Trotz Werkruhe am Wochenende herrschte am Sonnabend reges Treiben auf dem Betriebsgelände von Mapei am Schwarzen Weg in Weferlingen. Der Hersteller von Baustoffen hat in den vergangenen Jahren am Standort kräftig expandiert und investiert, neue Hallen und Produktionsstrecken hinzubekommen. Diese galt es nun, im Zuge einer Tagesschulung den freiwilligen Feuerwehren aus dem Südbereich der Stadt Oebisfelde-Weferlingen vorzustellen, damit die Kameraden im Notfall gerüstet sind und wissen, wo und wie sie Hilfe leisten oder Brände löschen können.

Bis auf die Döhrener und Everinger waren Brandschützer aller Wehren der Umgebung dabei. Die Beendorfer Feuerwehr hatte um eine Teilnahmemöglichkeit gebeten, denn sie ist in der Ausrückeordnung mit der Schwanefelder Wehr verbunden.

Der Leiter des Mapei-Instandhaltungsbereiches, Dietrich Körtge, erläuterte die acht Stationen, die den Feuerwehrleuten zu Ausbildungszwecken zur Verfügung standen. Neben der Theorie gab es eine Höhenrettung per Leiter, eine Atemschutzausbildung, bei der es galt, im Rohstoff-Mischlager eine Person in der Höhe zu finden und zu bergen, eine Maschinistenausbildung, das Heben von Lasten mittels Hydraulikkissen, das Arbeiten mit Stahlseil und Winde sowie die Digitalfunkausbildung.

"80 Prozent der Feuerwehrleute sollten in die digitale Funktechnik eingewiesen sein, damit unsere Feuerwehren damit arbeiten können", meinte Einsatzleiter Roland Läbisch, der im Einsatzwagen die Koordinierung der einzelnen Stationen übernommen hatte. Mit der Vorstellung der digitalen Technik am Sonnabend sollte das Ziel ein großes Stück näher gerückt sein.

Roland Läbisch hatte alle Hände voll zu tun. Der rollende Stationsbetrieb verschob sich trotz reibungslosen Verlaufes ein wenig nach hinten, doch die Mitarbeiter von Werkleiter Klaus Willwacher hatten sich darauf eingestellt, dass im Anschluss an die Mittagspause noch alle Teilnehmer an der Vorführung der Wirkungsweise einer Sprinklerdüse teilnehmen konnten. Damit sind die Hallen des Betriebes nachgerüstet worden, um im Notfall automatisch ausgelöst zu werden.

Ein 700 Kubikmeter umfassender Wassersilo auf dem Firmengelände ist mit der Anlage verbunden. Wie der funktioniert und wie die Feuerwehrleute diesen abschalten können, stand als letzter Punkt des Tagesprogramms an.

"Schließlich sind es die Feuerwehrleute, die entscheiden, wann ein Brand gelöscht ist und wann die Sprinkler nicht mehr benötigt werden", sagte Dietrich Körtge. Nur durch sie sollte die Anlage wieder ausgeschaltet werden. Das ginge aber natürlich nur, wenn die Feuerwehrleute auch wissen, wo sich die Technik und die Schaltzentrale dafür befinden.

Ähnlich ist es auch mit den Laufkarten bei einer Alarmierung. Die Brandmeldeanlage, angesiedelt im Verwaltungstrakt meldet, wo die Auslösung erfolgt und zeigt eine Nummer an. Diese Nummer kennzeichnet den Bereich, wo Alarm geschlagen wurde. Die Nummer ist einer Karte zugeordnet, die den Hallen- oder Betriebsbereich zeigt, der überprüft werden muss. So kann es im Notfall ganz schnell zur richtigen Stelle gehen.

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