Am Sonntag beginnt mit einem Gastspiel des Ensembles Da Capella im Eichsfelder Saal die Veranstaltungssaison auf Schloss Hundisburg. Der Verein Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg hat wieder ein unfangreiches Programm aufgestellt und kann dabei auf immer mehr Partner bauen, die das vielfältige Angebot mitgestalten.

Hundisburg. Konzerte, Gastspiele des Poetenpacks, Märkte, Sommermusikakademie, Stammtische und vieles mehr, das sind Termine, um die sich die Mitstreiter des Vereins Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg alljährlich kümmern. Sie haben meist auch bereits ein Stammpublikum. Zunehmend gibt es aber auch andere Veranstalter, die die Räumlichkeiten, die Schloss und Park zu bieten haben, für eigene Veranstaltungen nutzen, stellt Dr. Harald Blanke von der Schloss- und Gartenverwaltung fest.

Die Hundisburger Oldtimerfreunde richten seit einigen jahren hier ihre jährlichen Treffen aus. Zum dritten Mal wird es in diesem Jahr ein Festival der Bewegungskünste geben, das Teilnehmer aus ganz Deutschland und sogar Österreich anzieht. Das hat die Hundisburgerin Beata Gärtner in Regie, die auch Mitglied im Kultur-Landschaft-Verein ist. Mit anderen Fachleuten unterrichtet sie gesundheitsfördernde Techniken wie Taiji Qigong aus dem asiatischen Raum.

Premiere hatte im vergangenen Jahr ein internationales Clavierfestival mit Meisterkonzerten auf historischen Tasteninstrumenten mit internationalen Preisträgern. Hierfür engagiert sich Kantor Matthias Müller aus Rottmersleben. Dieses Festival soll in diesem Jahr eine zweite Auflage erleben.

Ganz neu ist dagegen in diesem Jahr eine Freiluftmesse rund um den Garten, die im Mai im Barockgarten stattfinden soll. Sicher ist nicht nur der Verein gespannt, ob das Konzept von großen Gartenmessen im Freien hier in Hundisburg aufgehen wird. Dann könnte sich daraus vielleicht auch ein zusätzlicher Höhepunkt im Jahr entwickeln.

Schrittweise geht es im Schloss weiter. Der Familientag der Familie von Alvensleben, der im vergangenen Jahr in Hundisburg getagt hat, hatte beschlossen, dass die Familienbibliothek ihr neues Domizil im Schloss Hundisburg haben soll. Die Bibliothek der Familie von Alvensleben stand hier bereits.

Der Verein Kultur-Landschaft hat nun nach einer Lösung gesucht, um den Wünschen der Familie zu entsprechen und auch andere Nutzungen des Schlosses darauf abzustimmen. Da auch die Ausstellung des Magdeburger Bildhauers Heinrich Apel im Barockschloss neu gestaltet werden soll, da auch weitere Exponate hinzugekommen sind, ist ein Konzept entstanden, das allen Anforderungen gerecht werden könnte. Dazu sind jedoch einige bauliche Veränderungen nötig. Das Bibliotheksprojekt muss gemeinsam mit dem Kultusministerium Sachsen-Anhalt und der Stadt Haldensleben geschultert werden.

Gut voran geht es im großen Festsaal. In diesem Monat sollen die Stuckarbeiten abgeschlossen werden, so dass im Februar die Wandgemälde, die bereits fertig sind, montiert werden können.

Für den Ausbau der Schau-brennerei laufen die Ausschreibungen. Am Atelierhaus wird vorerst nichts weiter angewendet, da die Eigenmittel wahrscheinlich für die Arbeiten nötig sind, um die Bibliothek der Familie von Alvensleben unterbringen zu können.