Die Ortsgruppe Haldensleben der Wasserwacht Börde sucht Verstärkung. Dabei geht es nicht nur um die Ausbildung künftiger Rettungsschwimmer, sondern auch darum, Kindern und Jugendlichenden Spaß an Bewegung im Wasser als Freizeitvergnügen zu vermitteln.

Haldensleben l Ausgelassen toben die jüngsten Mitglieder der Wasserwacht Börde, Ortsgruppe Haldensleben, im Schwimmbecken des Haldensleber Rollibades. Während die Mädchen im abgesperrten Bereich mit Schwimmnudeln ihre Bahnen ziehen, nehmen die Jungen sich schon mal gegenseitig ins Schlepptau.

Es geht recht locker zu beim Schwimmtraining, das jeden Montag im Rollibad stattfindet. "Der Spaß steht im Vordergrund, doch eine gewisse Disziplin muss auch sein", erklärt Hannes Klaus, der gemeinsam mit Britta Meyer die Trainingsstunde leitet. "Dennoch sind wir kein Verein im Sinne des Leistungssports", betont er.

Ob die Mädchen und Jungen künftig einmal als Rettungsschwimmer Leben retten werden, vermag Hannes Klaus noch nicht zu sagen. Denn für die Sechs- bis Zwölfjährigen ist das Schwimmen noch ein reines Freizeitvergnügen. Der Kreisleiter der Wasserwacht Börde, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Ortsgruppe Haldensleben ist, hätte aber gern mehr Kinder beim montäglichen Training. "Normalerweise haben wir nach Weihnachten immer viel Zulauf, doch der blieb dieses Mal aus", sagt Klaus. "So zehn neue Mitglieder, das wäre toll", meint er.

Die einzigen Voraussetzungen, welche die Kinder mitbringen müssen: Sie müssen schwimmen können, lernfähig sein und Freude an der Bewegung im Wasser haben. "Drei Mal können sie an einem Schnuppertraining immer montags von 17.45 bis 19 Uhr im Rollibad teilnehmen. Erst dann müssen sie sich entscheiden, ob sie bei uns Mitglied werden wollen oder nicht", so Klaus.

Zumal die Wasserwacht noch mehr zu bieten hat als das wöchentliche Training. "Wir veranstalten Sommerlager, Zeltwochenende, gemeinsame Feiern und nehmen auch an Wettkämpfen teil", führt er weitere Aktivitäten ins Feld.

Außerdem können die Kinder das Schwimmabzeichen ablegen und ab 16 Jahren die Rettungschwimmerausbildung absolvieren. Einmal im Monat wird darüber hinaus auch eine theoretischen Ausbildung angeboten. "Wir vermitteln dann Wissen zur Ersten Hilfe, zum Roten Kreuz, zu Umwelt und Natur sowie Knotenkunde", erklärt Hannes Klaus.

Doch nicht nur Kinder zum Aufbau einer neuen Trainingsgruppe werden gesucht. "Auch für den Fachdienst Wasserrettung brauchen wir Nachwuchs", sagt der Wasserwacht-Chef. Er sieht dies als Alternative zu Feuerwehr und Katastrophenschutz. Mitmachen können dabei Jugendliche ab 15 Jahren. "Sie können bei uns den Motorbootführerschein erwerben und auch den Tauchschein", zählt Klaus auf. Zum Einsatz kommt die Wasserrettung dann bei Großschadenslagen, wie beispielsweise bei Hochwasserkatastrophen.

Wer Interesse an einer Mitgliedschaft bei der Wasserwacht beziehungsweise an einer Ausbildung hat, der kann sich jeden Montag im Haldensleber Rollibad melden. Von 17.45bis 20 Uhr ist die Wasserwacht vor Ort.

Für eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer gibt es zudem keine Altersgrenze nach oben. "Ich hatte letztens sogar einen 58-Jährigen, der die Ausbildung absolviert hat und nun an der Ostsee im Einsatz ist", nennt Hannes Klaus ein Beispiel.

Weitere Informationen zur Wasserwacht gibt es auch im Internet unter der Adresse www.drk-ohrekreis.de, Stichpunkt Gemeinschaften.