Haldensleben l Mit viel Liebe haben die Mitglieder der neuen Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs Herzkissen genäht. Das Material haben sie von der Frauenkrebsliga erhalten. Die herzförmigen Kissen müssen jedoch genäht und mit Füllmaterial gestopft werden. Mit einem Kochlöffel wurde der Füllstoff in jede Ecke geschoben, erzählt Anett Hönig, die Vorsitzende der Gruppe.

Die Kissen sind für Frauen bestimmt, die wie die Mitglieder der Gruppe an Brustkrebs erkrankt sind. Nach der Operation legen sich die Frauen das Kissen unter die Achselhöhle. "Zur Entlastung", sagt Anett Hönig, und ergänzt: "Ich habe mein Kissen seit dreieinhalb Jahren." So kam sie auch auf die Idee, diese Kissen für Frauen aus der Region zu nähen. Sie hat immer noch Kontakt zu Schwester Rita, die sich in der Olvenstedter Klinik um die Brustkrebspatientinnen kümmert. "Schwester Rita ist die Seele der Station, sie hat vor Jahren angefangen, diese Kissen selbst zu nähen, inzwischen übernehmen das Selbsthilfegruppen", sagt Anett Hönig.

Sieben Kissen hat Anett Hönig gemeinsam mit Annemarie Koppitz ins Klinikum Olvenstedt gebracht. Annemarie Koppitz hat zu jedem Kissen noch eine Karte geschrieben, die Mut machen soll.

"Jedes Kissen ist etwas Persönliches, es soll den Körper entlasten, aber auch Mut machen", sagt Anett Hönig. Die Mitglieder der Gruppe wollen auch weitere Kissen nähen, versicherte sie.

Beim nächsten Treffen der Selbsthilfegruppe am Montag, 31. März, um 18 Uhr in den Räumen des Kinderschutzbundes am Waldring 113c wird allerdings nicht genäht. An dem Tag wird ein Onkologe einen Vortrag halten, kündigt die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe an. Interessierte Frauen, aber auch Männer sind in der Gruppe willkommen. Ansprechpartner sind Anett Hönig, Tel. 039053/ 3083, und Annemarie Koppitz, Tel. 039051/168892.