Der Abschnitt der Landesstraße (L) 24 zwischen Wegenstedt und Etingen ist im Bauprogramm Sachsen-Anhalt für 2014 verankert. Erleichterung herrscht deshalb im Etinger Rat, denn seit vielen Jahren weisen sie auf den schlechten Zustand der Strecke hin. Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Abschnitt eine neue Decke bekommen muss.

Etingen/Wegenstedt l "Die Ausschreibungen für den 1,1 Kilometer langen Abschnitt der Landesstraße 24 zwischen Etingen und Wegenstedt laufen. Das ist die Aussage aus der Landesstraßenbaubehörde", verkündete Hendrik Scharf (CDU), Mitglied im Stadtrat und im Etinger Ortschaftsrat, in der jüngsten Sitzung des Etinger Rates.

Die Strecke ist im Bauprogramm des Landes Sachsen-Anhalt für 2014 festgeschrieben. Eine Probebohrung zum Zustand des Staßenabschnittes habe inzwischen stattgefunden. "Es soll dort kein grundhafter Ausbau erfolgen, sondern die Straße bekommt dort eine 12 Zentimeter starke Schicht als Decke", berichtete Scharf.

Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in Wegenstedt wurden nach der Winterpause fortgesetzt. Noch bis zum 30. Juni 2014 ist die L 24 in Wegenstedt wegen des grundhaften Ausbaus voll gesperrt. Das Anliegen der Etinger Ortsräte war es, die Strecke bis zu ihrem Ort gleich mitauszubauen. Damit sollte verhindert werden, dass es nach der Auflösung der Vollsperrung nicht gleich wieder eine neue Sperrung und kilometerweite Umleitungen gibt.

Geplant sei das Auftragen der neuen Decke aber erst ab Sommer. "Ich habe deshalb in der Landesstraßenbaubehörde noch einmal nachgefragt, warum das nicht während der Baumaßnahme in Wegenstedt erledigt werden kann. Das habe mit dem Materialtransport zu tun. Es könnte aber möglich sein, wenn die gleiche Baufirma das Los der Maßnahme bekommen sollte, dass die Firma schon früher anfängt", sagte Hendrik Scharf.

Ilka Schüssling (parteilos), Mitglied im Ortschaftsrat, berichtete, dass sich die Einwohner von Keindorf beschwert haben. Viele Kraftfahrer würden, um nicht die große Umleitung fahren zu müssen, durch Keindorf rasen. "Der Durchgangsverkehr ist zur Zeit groß. Und weil es keine Ortsschilder mehr gibt, hält sich natürlich keiner mehr an eine Begrenzung von 50 Kilometer pro Stunde", erzählte sie. Inzwischen steht lediglich ein Schild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometer pro Stunde am Ortseingang aus Richtung Etingen kommend. Die Kraftfahrer, die von Etingen kommen, würden zwar den Fuß vom Gaspedal wegen der scharfen Kurve nehmen, aber die, die von Mannhausen oder vom Feldweg aus Richtung Wegenstedt in den Ort fahren, würden aber einfach weiter rasen.

Ilka Schüssling regte an, dass die verantwortlichen Stellen veranlassen sollten, übergangsweise Schilder mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde an allen drei Ortseingängen aufzustellen.