Morgen wird die neue Saison im Heimat- und Apothekenmuseum Weferlingen mit einer Sonderausstellung eröffnet. Der Bürgerverein sammelt weiter Spenden für die Sanierung des Mausoleums.

Weferlingen (aro) l Den Saisonstart im Heimat- und Apothekenmuseum will der Bürgerverein Weferlingen am Sonntag mit der Eröffnung der neuen Sonderausstellung "Porträts der 80er" von Joachim Hoeft vollziehen. Vereinsmitglieder haben in den vergangenen Tagen im Museum geputzt, um den Staub, der sich den Winter über angesetzt hatte, zu beseitigen.

Schwarz-weiß-Fotografien, die Joachim Hoeft vor drei Jahrzehnten in Weferlingen aufgenommen hat, werden in den nächsten Monaten im Museum am Gutshof im großen Ausstellungsraum gezeigt. So mancher wird sich auf diesen Fotos wiedererkennen und sich sicher an die Zeit erinnern. Der Bürgerverein lädt bei Kaffee und Kuchen zu einem Schwätzchen ein. Sicher werden dabei auch die Erinnerungen wieder aufgefrischt. Die Ausstellung wird um 15 Uhr eröffnet.

Künftig ist das Heimat- und Apothekenmuseum wieder an jedem ersten und dritten Wochenende im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Ein Blick in die Geschichte, besonders auch in die historische Apotheke, lohnt immer. Außerdem kann zu dieser Zeit auch der Aussichtsturm "Grauer Harm" bestiegen werden, wenn das Wetter danach ist. Auch am Sonntag wird der Turm geöffnet, wenn Petrus die Himmelsschleusen geschlossen lässt.

In den zurückliegenden Monaten hatte der Bürgerverein die Stufen im "Grauen Harm" für Spenden angeboten. Die Namen der Spender zieren inzwischen die einzelnen Stufen und Podeste. "Wir haben alle Namensschilder angebracht", erzählt Gerald Wolters, der Vorsitzende des Bürgervereins. Nur noch drei Stufen warten auf einen "Käufer". Noch nicht vergeben ist auch das obere Podest. "Dieses Podest soll versteigert werden", erläutert der Vereinsvorsitzende. Wer gern seinen Namen an diesem Podest lesen möchte, kann in den nächsten Wochen ein Gebot dafür im Museum oder in der Bibliothek und Tourist-Information abgeben. Der Ortschaftsrat Weferlingen hatte beschlossen, dass der Bürgerverein die Stufen im "Grauen Harm" für Spenden "verkaufen" kann. Diese Spenden sollen in die Denkmalpflege im Ort fließen. Der Bürgerverein hat sich das Ziel gesetzt, das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth an der evangelischen Kirche restaurieren zu lassen.

"Als barocke Grabkapelle gehört das Mausoleum in Weferlingen zu den sehr wenigen erhaltenen Bauten dieses Typs aus dieser Epoche in Sachsen-Anhalt. In Aufwand, Größe und künstlerischer Qualität ist sie im landesweiten Maßstab als nahezu einzigartig zu bewerten", heißt es in einer Einschätzung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Der Bürgerverein hat einen Vertrag mit der evangelischen Kirchgemeinde auf Überlassung des Grundstücks, auf dem sich das Mausoleum und die Büste des Markgrafen befinden, zum Zwecke der Nutzung, Instandsetzung und Erhaltung geschlossen, da die Kirchengemeinde gegenwärtig nicht in der Lage ist, das Mausoleum vor dem Verfall zu bewahren. Die Büste wurde bereits restauriert. Nahziel für den Bürgerverein ist ein Baugutachten über den Zustand des Mausoleums, Fernziel die Restaurierung bis zum 250. Todestag des Markgrafen im Jahr 2019.