Haldensleben l An der Villa Albrecht regt sich neues Leben. Nach einer kurzen Winterpause haben die Sanierungsarbeiten wieder begonnen. "Wir haben die Unterbrechung genutzt, um die einzelnen Baumaßnahmen vorzubereiten", sagt Detlef Koch, der Geschäftsführer der Haldensleber Stadtwerke. Diese wollen die Villa bis Sommer 2015 zu ihrem neuen Firmensitz ausbauen.

Zunächst wurden Baucontainer aufgestellt sowie Strom- und Wasseranschlüsse gelegt. Mittlerweile hat ein Bagger einen Graben rings um das Gebäude ausgehoben. Anschließend wurde mit einer Folie dafür gesorgt, dass künftig keine Feuchtigkeit mehr direkt an das Mauerwerk dringt.

Ein Magdeburger Unternehmen soll im Inneren der Villa die Zwischendecken von unten nach oben komplett entfernen und neue Decken einziehen. "Dann geht es mit dem Dach weiter", so Detlef Koch. Dafür soll das denkmalgeschützte Gebäude in den nächsten Wochen ein "Gewand aus Gerüsten" bekommen. Geplant sind der Abriss des kompletten Dachstuhls und ein entsprechender Neubau. Gleichzeitig wird auch der Blitzschutz erneuert. "Wenn alles reibungslos verläuft, ist für den Sommer dieses Jahres das Richtfest sowie ein `Tag der offenen Baustellentür` geplant", erläutert Antje Behm von der Abteilung Unternehmenskommunikation der Stadtwerke. Einen konkreten Termin für diesen Tag hat das Unternehmen aber sicherheitshalber nicht festgesetzt. "Wir wissen noch nicht genau, was uns bei den Arbeiten erwartet", erklärt Detlef Koch.

Für die einzelnen Arbeiten haben die Stadtwerke vier sogenannten Pakete ausgeschrieben. Ein Teil der Auftragsvergaben ist bereits erfolgt - und zwar überwiegend an Unternehmen aus der Region und dem übrigen Sachsen-Anhalt. Die restlichen Ausschreibungen sollen bald folgen.

Wie Detlef Koch betont, würden sowohl Zeit- als auch Budget-Plan bislang eingehalten. Insgesamt soll das Bauvorhaben 3,93 Millionen Euro kosten. Neben der Sanierung der Villa Albrecht ist dabei auch der Bau eines gläsernen, barrierefreien Gebäudes im angrenzenden Park geplant. Es soll als Kundenzentrum dienen und einen Energieerlebnisraum beinhalten. Darin sollen Besucher unter anderem einem Blockheizkraftwerk bei der Arbeit zuschauen können. Diese Geräte erzeugen nach Auskunft von Detlef Koch gleichzeitig Wärme, Strom und Kälte und haben einen hohen Wirkungsgrad.

Auch die Vermarktung des bisherigen Firmensitzes des Stadtwerke hat laut Detlef Koch bereits begonnen. Das Gebäude befindet sich an der Straße Töberheide. "Noch vor Ostern werden die ersten Exposees an Interessenten rausgehen", kündigt der Geschäftsführer an.