In Erinnerungen an ihre Schulzeit schwelgten die Frauen und Männer, die zum 19. Frühlingstreffen des Vereins der Freunde der gymnasialen Bildung nach Haldensleben gekommen waren. Besondere Ehrung erfuhren dabei die ehemaligen Schüler, die 1964 ihr Abitur abgelegt haben.

Haldensleben l Das Ehemaligentreffen des Haldensleber Gymnasiums hat Tradition. Jedes Jahr nach Weihnachten findet es statt, früher im Volkspark, jetzt im Seal. "Aber für uns als ältere Generation ist das nichts mehr", bedauert Karin Lietz vom Vorstand des Vereins der Freunde der gymnasialen Bildung Haldensleben.

Doch auch sie wollte ihre einstigen Klassenkameraden gern einmal öfter wiedersehen. Ihre Idee: Ein Treffen nur für die "älteren Semester". Das Frühlingstreffen war geboren und erlebte 1995 seine Premiere. "Es war als einmalige Aktion geplant, doch jetzt haben wir schon das 19. Treffen", freut sich auch Vereinsmitglied Michael Hoffmeier, als er die mehr als 100 "gestandenen" Abiturienten in der Aula des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums begrüßte, über die inzwischen zum Selbstläufer gewordene Veranstaltung.

Höhepunkt der Zusammenkunft war die Ehrung der goldenen Abiturienten. 51 Frauen und Männer haben vor 50 Jahren, 1964, ihr Abitur am Haldensleber Gymnasium abgelegt. Der Großteil von ihnen war zum Frühlingstreffen erschienen und wurde von Oliver Lietz, Vorsitzender des Vereins der Freunde der gymnasialen Bildung Haldensleben, und von Sylvia Bolle, Leiterin des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums, geehrt.

Im Vorfeld des Treffens nutzten viele Ehemalige die Chance, ihre alte Penne, die Heinrich-Heine-Oberschule, zu besuchen. Heute befindet sich dort das Sekundarschulzentrum Haldensleben mit der Liebknechtschule. "Es gab viel Neues zu entdecken. Der Besuch war mit wenig Wehmut, dafür mit umso mehr Erinnerungen an die Schulzeit verbunden", so der Eindruck von Michael Hoffmeier.

Er gab den ehemaligen Schülern einen kurzen Abriss zur Namensgebung des Förster-Gymnasiums und über das Leben von Friedrich Förster. Auch ein Zeugnis des Hundisburgers hatte Hoffmeier aufgetrieben. "Und trotz des Namens Försters für das heutige Gymnasium wird der Schulname ,Heinrich Heine` in guter Erinnerung bleiben", ist er überzeugt.

Das Treffen nutzten die Frauen und Männer aber auch, um sich in gemütlicher Runde an ihre Schulzeit zu erinnern. Dabei wurden sie von Schülern des Gymnasiums bewirtet, die ihr Abitur noch vor sich haben. Und wer weiß, vielleicht sitzt in einigen Jahrzehnten auch diese Schülergeneration an den Tischen...

   

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