Sie arbeiten an einem neuen Logo, an Plakaten und ihrer Internetseite: Die "Kinder- und Jugendpolitiker" aus Haldensleben haben sich viel vorgenommen. Vor allem wollen sie Gleichaltrige dazu einladen, sich ebenfalls an der Entwicklung der Stadt zu beteiligen.

Haldensleben l Konzentriert blicken die Jugendlichen auf das Papier vor ihnen. Dann fangen sie mit flinken Stiften an, ihre Ideen zu notieren. Dabei müssen sie sich tatsächlich sputen. Denn am Sonntag, 18. Mai, steigt in der Haldensleber Innenstadt das Kinderfest 2014. Und daran möchten sich die "Jugendpolitiker" mit einem eigenen Stand beteiligen.

"Ihr vertretet die Kinder dieser Stadt. Aber viele wissen das gar nicht", gibt Stephanie Koch zu bedenken. Sie ist als Sozial- arbeiterin an der Gebrüder-Alstein-Schule tätig. Außerdem kümmerte sie sich mit Stadtjugendpfleger Rolf Koppenhöfer, Streetworker Gerald Tiedge, den Schulsozialarbeiterinnen Anne-Katrin Wiesner, Claudia Hoffmeister, Jana Scheffler und Nicole Güldenpfennig sowie Margit Preuß vom CVJM und Enrico Viohl von der Netzwerkstelle der Awo um das jüngste Treffen der Jugendpolitiker. Gemeinsam wollen sie den Teilnehmern dabei helfen, selbst in das Haldensleber Stadgeschehen einzugreifen.

Dabei spielt das Kinderfest eine wichtige Rolle. Die "Jugendpolitiker" wollen mit Plakaten auf ihre Arbeit aufmerksam machen und andere zum Mitmachen einladen. Auf Fragebögen sollen Besucher ihre Haldensleber Lieblings- plätze eintragen können. Das ist wichtig, denn die "Jugendpolitiker" arbeiten gleichzeitig an einem besonderen Stadtplan, der eigens für Kinder und Familien gedacht ist. Ihren Internetauftritt, der im Moment Bestandteil der Haldensleber Stadtseite ist, wollen sie ebenfalls auf Vordermann bringen.

Aus der Taufe gehoben wurde das Projekt "Kinder- und Jugendpolitiker" im Dezember 2013. Als Vorbild diente dabei das Jugendforum, das sich 2004 gegründet hatte, aber nicht mehr aktiv ist. Unter dem Motto "Unsere Stadt, unsere Zukunft" wollen die Teilnehmer eigene Ideen sammeln und an die Stadtverwaltung weiterleiten. Auf diese Weise möchten sie mit dazu beitragen, dass Haldensleben seine Stellung als kinder- und jugendfreundlicher Ort weiter ausbaut. Das Konzept scheint aufzugehen, denn mittlerweile trägt die Stadt sogar schon eigene Wünsche an die "Jugendpolitiker" heran. So sollen sie unter anderem die Spielplätze der Stadt fotografieren, Altersempfehlungen abgeben sowie Verbesserungstipps geben.

Die "Kinder- und Jugendpolitiker" treffen sich etwa einmal im Monat in der Haldensleber Kulturfabrik. Mitmachen kann jeder Schüler ab der vierten Klasse. Weitere Informationen über die "Kinder- und Jugendpolitiker" gibt es im Internet unter www.haldensleben.de - und zwar unter der Rubrik "Familie / Bildung" und dem Unterpunkt "Jugend". Um besser erreichbar zu sein, ist es laut Rolf Koppenhöfer in Zukunft aber auch ein eigener Internetauftritt denkbar.