Für 186 000 Euro will die Stadt Haldensleben die Eisenbahnbrücke am Süplinger Schulzenberg sanieren. Denn die Tragbalken sind teilweise verfault. Rund sechs Wochen sind für die Arbeiten eingeplant.

Süplingen l Für das ungeübte Auge wirken die Balken noch einigermaßen solide - doch Fachleuten bereiten sie schon seit zwei Jahren Sorgen. "2012 wurde der Fahrbelag der Brücke ausgewechselt", berichtet Holger Waldmann, Abteilungsleiter Hochbau bei der Stadt Haldensleben.

Schon damals bemerkten die Arbeiter an den Tragbalken Anzeichen von Fäulnis. Seither ist die Brücke nur eingeschränkt nutzbar. Nun soll der Mangel behoben werden. Noch als Gemeinde hatte Süplingen entsprechende Mittel für den Haushalt 2014 eingeplant. Doch seit der Eingemeindung zum 1. Januar fällt die Sanierung nun in den Aufgabenbereich der Stadt Haldensleben. Holger Waldmann hat das Projekt deshalb auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt.

Das Problem: Der Fahrbelag der Brücke besteht aus Holzdielen, inklusive der dazugehörigen Fugen. Die Holzbalken darunter sitzen in einem Abstand von je zwei Zentimeter zu einander. Dadurch entstehen Zwischenräume, in denen sich Schmutz und Feuchtigkeit festsetzen können. Künftig soll der Balkenabstand deshalb auf zehn Zentimeter erhöht werden. "Außerdem werden die Tragbalken im Zuge der Sanierung nach oben mit einem Abdeckblech geschützt", erklärt Holger Waldmann.

Die Gesamtkosten der Sanierung werden nach Einschätzung der Stadt bei rund 186 000 Euro liegen. Die Arbeiten sollen Ende Juli beginnen und bis Anfang September dauern. Während dieser Zeit ist die Brücke gesperrt. Auch die Bahnstrecke darunter soll zwei Wochen lang gesperrt werden.

Sie wird von der Lappwaldbahn und der Norddeutschen Naturstein Rail (NN-Rail) genutzt - und zwar für den Güterverkehr und gelegentliche Museumszüge, zum Beispiel mit dem historischen Triebwagen "Anton". Wie die Lappwaldbahn auf Volksstimme-Anfrage mitteilte, soll der Güterverkehr im Laufe des Jahres ausgeweitet werden. Details stünden jedoch noch nicht fest.