Was wird aus der Sanierung der Bregenstedter Grundschule? Zu dieser Frage gab es eine Diskussion im Erxleber Gemeinderat, der vor allem die Schüler im Blick hat.

Erxleben (cbo) l Eine Diskussion um die Schulentwicklungsplanung entfachte Ratsmitglied Burkhard Kuthe (SPD) in der Erxleber Gemeinderatssitzung. Der Bartensleber gab in der aktuellen Debatte um eine mögliche Veränderung der Schuleinzugsbereiche in der Verbandsgemeinde zu bedenken, dass eine Finanzierung der geplanten Sanierung der Grundschule "Beverspring" in Bregenstedt nur dann gewährleistet sei, wenn genügend Schüler prognostiziert werden können, also die langfristige Planung mit drei Schulen bleibt, wie sie aktuell ist.

Hintergrund seines Vorstoßes ist das Aus für den Schulstandort Beendorf, in den ab dem kommenden Jahr 2015 keine Schüler mehr neu eingeschult werden sollen. Die Schüler von dort sollen dann in Bregenstedt die Grundschule besuchen. Die Schulentwicklungsplanung mit dem Wegfall des Standortes Beendorf hatte die Verbandsgemeinde Flechtingen vor mehr als einem Jahr mehrheitlich verabschiedet. Eine Elterninitiative setzt sich nun für den Erhalt der Beendorfer Grundschule "Bernhard Becker" ein. Es gibt darum in den Gremien des Verbandsgemeinderates Überlegungen, ob und wie alle vier Schulstandorte zu erhalten und langfristig zu sichern seien.

"Beim Stark-III-Programm geht es um moderne Schulen, die dank dieser Förderung geschaffen werden sollen", sagte Burkhard Kuthe. Ohne diese Förderung könne die Gemeinde das Vorhaben nicht finanzieren, gab der Bartensleber zu bedenken. Und ohne ausreichend Schüler in Bregenstedt gebe es keine Förderung aus Stark III.

"Dabei muss man aber doch in erster Linie an die Kleinen denken", meinte Eckhard Münster (CDU) mit Blick auf alle vier Schulen. Dem schloss sich Claudia Bertram von der Wählergemeinschaft "Drei Dörfer" an. Zumutbar seien 45 Minuten pro Weg, sei Richtlinie vom Land, ohne sich Gedanken zu machen, was das für die Kinder bedeute. Denn die Schülerbeförderung sei Kreisangelegenheit. 45 Minuten pro Weg würden pro Tag eine Fahrzeit von 90 Minuten für die Jüngsten bedeuten. Das sei nicht zumutbar. "Ich bin auch für kurze Wege für kleine Füße", sagte die Hakenstedter Gemeinderätin und erntete zustimmendes Kopfnicken der meisten.