Über die Weiterentwicklung ihres Tourismusprojektes "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" haben die beteiligten Aktionsgruppen beraten. Eine Broschüre soll in großer Auflage gedruckt werden. Anstehende Großereignisse sollen die touristische Erschließung zwischen Elbe und Harzvorland beflügeln.

HoheBörde l Ein großer Wurf ist mit der Tourismus-Studie "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" gelungen. Das ist die übereinstimmende Einschätzung der fünf Vorsitzenden der Lokalen "LEADER"-Aktionsgruppen (LAG) und ihrer Manager. LEADER, ein EU-Förderinstrument zur Entwicklung des ländlichen Raumes, hatte die Studie gefördert. Die Studie soll nun inhaltliche Grundlage eines Tourismus-Bändchens zur Vermarktung der einzelnen Stationen auf der neu konzipierten Erlebnisroute werden.

Diese Route führt zu neuen Erlebnispunkten zwischen den offiziellen Stationen der "Straße der Romanik". Die von den fünf Aktionsgruppen beauftragten Autoren der Studie haben gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Geschichte und Geschichten rund um die 46 "Verborgene Schätze" ausgegraben.

Namensrechte für touristisches Markenzeichen sichern

Sie haben ihre historischen Wurzeln ergru¨ndet, ihre Entwicklung, Bedeutung und Besonderheiten beschrieben und somit neue Ansa¨tze fu¨r die weitere touristische Erschließung der Region von der Elbe bis zum Huy im Harzvorland herausgearbeitet. Die Broschüre soll dieses Kernland deutscher Geschichte bekannter machen.

Bei der Beratung in Irxleben verständigten sich die beteiligten Aktionsgruppen auf eine schnellstmögliche Sicherung der Namensrechte für das Projekt selbst wie auch die Rechte für eine Internetseite des Projektes. Erwogen wird ebenfalls, die bisherige - relativ lange - Projektbezeichnung "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" werbewirksamer zu formulieren. Im Gespräch ist die Beschränkung auf "Schätze an der Straße der Romanik". Ausgelotet werden auch Möglichkeiten, mit einem abgeänderten Logo einen engeren Bezug zur Straße der Romanik zu illustrieren.

Werbestrategie soll über die Region hinausreichen

Zudem sollen prägnante Werbeschilder an allen 46 Stationen errichtet werden. Autor Thomas Wischnewski regte zudem an, die Werbestrategie für die "Verborgenen Schätze" über die beworbene unmittelbare Region hinaus auszudehnen. "Die Broschüre muss in Magdeburg und anderen Tourismus-Informationen ausliegen, und nicht nur an den Stationen vor Ort. Das erhöht den Werbeeffekt erheblich."

Neben der Vermarktung im Internet und durch Broschüren muss auch die Erreichbarkeit für die Stationen stimmen, betonten Erika Tholotowsky, die Vorsitzende der LAG "Colbitz-Leltzlinger Heide", und ihre Amtskollegin von der LAG "Flechtinger Höhenzug", Steffi Trittel. Insbesondere die Infrastruktur für Radfahr-Touristen müsse verbessert werden. Diesbezüglich wollen die Aktionsgruppen den Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens in die Pflicht nehmen, interkommunale Radwegeverbindungen auf den Weg zu bringen. Behrens arbeitet im für deutsche Radfahrtrassen zuständigen Bundestagsauschuss mit.

Vor der Drucklegung der neuen Broschüre werden nun alle Akteure an den 46 Stationen vor Ort angeschrieben und um letzte Aktualisierungen und Hinweise gebeten. Bei dieser Abfrage soll auch ein Standort der Werbeschilder festgelegt werden.

Steffi Trittel rief alle Beteiligten auf, die Chance, das eigene Tourismusprojekt mit überregionalen Groß-Jubiläen zu verbinden und so weitere Besucherstöme in die eigene Region zu losten. Anknüpfungspunkte dafür sind das Bundestreffen der Landfrauen im Juli dieses Jahres, das Reformationsjubiläum 2017 in der Lutherstadt Wittenberg und das 25-jährige Bestehen der "Straße der Romanik".