Haldensleben (az) l Ganz im Zeichen von Stempeln, Postkarten und Postwertzeichen hat am Sonnabend die Kulturfabrik gestanden. Denn die Briefmarkenfreunde von Haldensleben und Umgebung veranstalteten dort ihren 33. Großtausch. Neben den Vereinsmitgliedern selbst ließen sich etwa 100 Gäste die Gelegenheit zum Suchen, Staunen und Fachsimpeln nicht entgehen.

"Früher gab es zweimal im Jahr einen Großtausch, jetzt nur noch einmal. Schließlich richten wir Ende August auch noch die multilaterale Ausstellung aus", erklärte der Vereinsvorsitzende Maik Schröder. Für den aktuellen Großtausch hatten vier Händler den Weg nach Haldensleben gefunden - und zwar aus Stendal, Halle, Könnern und Wunstorf. "Ich komme schon seit rund zehn Jahren hierher. Das Ambiente ist schön, und es ist auch dieses Mal sehr gut gelaufen", lobte Händler Dieter Vogel aus Könnern.

Während die Händler ihr Angebot im Foyer zeigten, gab es einen eigenen Tauschraum für spezielle Kostbarkeiten. Auch die Biberpost-Freunde tagten am Rande der Sammlerbörse. Mit Teilnehmern aus ganz Deutschland gingen sie unter anderem den Fragen nach, wann bestimmte Marken erschienen sind und welche Auflage sie dabei hatten. Besondere Aufmerksamkeit genoss dabei auch der Sonderbrief inklusive Marke und Stempel, den Peter Jannaschk von den Haldensleber Briefmarkenfreunden eigens für das Hundisburger Friedensfest Anfang Mai entworfen hat. "Die Post hat für neue Marken eine Vorlaufzeit von zwei Jahren. Bei der Biberpost geht das viel schneller", erläuterte Maik Schröder.

Für den Großtausch waren unter anderem Sammler aus Königslutter, dem Harz, Magdeburg, Berlin und Brandenburg angereist. Mit vielen verbindet die Haldens- leber Briefmarkenfreunde eine langjährige Freundschaft. "Wir unterstützen uns gegenseitig", sagte Maik Schröder. So seien die Haldensleber Sammler stets auch auf den Veranstaltungen der anderen Vereine zu Gast. Mit dem Erfolg des Groß- tausches zeigte sich Maik Schröder zufrieden: "Es ist besser als letztes Jahr. Gerade heute morgen war es richtig voll."

Während sich die Frauen der Briefmarkensammler um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmerten, hatten einige Vereinsmitglieder eine besondere, mehrteilige Ausstellung vorbereitet. Zu bestaunen waren dabei unter anderem Postkarten mit Hundisburger Ortsansichten von 1897 bis heute sowie Briefmarken zu den Themen "Pinguine", "Wappen", zur Postleitzahl 19, der Franzosenzeit und den Befreiungskriegen, zur ehemaligen innerdeutschen Grenze und zum Vogel des Jahres zwischen 1970 und 1998. Einer der schönsten Erfolge der Briefmarken- sammler ereignete sich am Rande der Veranstaltung: Mit Stephan Hirschfeld konnten sie ein neues Mitglied begrüßen. "So kann das weitergehen", freute sich Maik Schröder.