Wegenstedt (muß) l Ausgerechnet einen 20-kV-Mast hatte sich ein Storch in Wegenstedt für den Nestbau ausgesucht. Die Folge am Sonntag: Kurzschluss, Funkenflug und Stromabschaltung. Dem Storch war dies egal. Noch während Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Energieversorgung anrückten, werkelte Adebar weiter. Am Ende war aber alle Mühe umsonst.

Der tapfere Storch verlor seinen Neubau und muss sich nun einen anderen Platz suchen. Wie ein Storchenfreund erzählt, der in der Nähe wohnt, und den langbeinigen Vogel gut beobachten kann, war dieses Unternehmen bereits sein dritter Bauversuch. Das Energieversorgungsunternehmen wird deswegen noch in dieser Woche beraten, ob der Mast nicht doch noch nestgerecht umgebaut werden kann.

Das Bundesnaturschutzgesetzes schreibt übrigens vor, dass an Freileitungen des Mittelspannungsnetzes mit hoher Gefährdung für Vögel entsprechende Schutzvorrichtungen wie Vogelschutzarmaturen anzubringen sind. Diese Armaturen sind auch an diesem Mast in Wegenstedt vorhanden. Für den Nestbau sind aber weitere Vorrichtungen notwendig. Die 400 Einwohner von Wegenstedt wurden während des Einsatzes über eine andere Stromleitung versorgt.

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