Oebisfelde (jsn) l Während sich viele Oebisfelder auf die 1000-Jahr-Feier freuen, die Ende Juni beginnen soll, bereitet der Stadtgeburtstag anderen Einwohnern großes Kopfzerbrechen. Wegen der zu erwartenden Verkehrssituation fragen sich einige: Wie soll das gehen? Wie sollen Besucher in die Stadt finden, und wo sollen sie parken?

Sie denken an die Vollsperrung der Magdeburger Straße, die zum Festbeginn noch bestehen wird und damit Gästen die Einfahrt in die Allerstadt erschwert. Mindestens bis Oktober ist die Straße noch dicht, etwa genauso lange wird auch der Ersatzneubau der Allerkanal-Brücke und die damit verbundene Vollsperrung der Landesstraße 22 zwischen Buchhorst und Wassensdorf dauern.

Einzig die Straßenbauarbeiten in Wegenstedt könnten unter guten Bedingungen bis zum Festbeginn abgeschlossen sein - das offizielle Ende der Sanierung in Wegenstedt ist immerhin für den 30. Juni geplant. Einige Umleitungen müssen Besucher von außerhalb also auf jeden Fall in Kauf nehmen, um den Stadtgeburtstag mitfeiern zu können.

"Hätte man das nicht bedenken und die Bauarbeiten verschieben können?", fragten Leser am Volksstimme-Telefon. "Leider sind wir nicht Herr der Baumaßnahmen", gab Bürgermeisterin Silke Wolf Auskunft. Für die Sanierungsarbeiten sei hauptsächlich das Land Sachsen-Anhalt verantwortlich. Bereits im vergangenen Jahr war von der Stadtverwaltung auf das bevorstehende Fest hingewiesen worden. "Wir mussten dem Land bis zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Festpläne vorlegen. Das ist nun über ein Jahr her - man hat sich trotzdem für den Straßenbau entschieden", erklärte Silke Wolf mit Blick auf die Magdeburger Straße.

"Wir erarbeiten derzeit ganz genaue Pläne, die wir später für die Bürger veröffentlichen werden", berichtete die Bürgermeisterin zu den Straßensperrungen. Vor allem werde derzeit aber an der Parksituation zur 1000-Jahr-Feier gefeilt. So würden laut Silke Wolf an beiden Festwochenenden 3000 bis 5000 Gäste erwartet. "Da müssen wir mindestens 300 bis 500 Parkplätze nachweisen können."

An einem Parkkonzept werde derzeit akribisch gearbeitet - Firmen, Märkte und auch die Besitzer von Privatflächen werden angefragt, ob sie Parkplätze zur Verfügung stellen können. Dass kleine Seitenstraßen zum Parken freigegeben werden, lasse sich nicht vermeiden, so Silke Wolf. Auch ein genauer Sicherheitsplan mit Anfahrtwegen für Feuerwehren und Rettungskräfte sei in Arbeit. "Bald werden wir die Konzepte für die Bürger in der Volksstimme und auf unserer Internetseite öffentlich machen", erklärte die Bürgermeisterin.