Seggerde l Anhängerweise Müll haben auch in diesem Jahr wieder die Jäger des Hegeringes Belsdorf aus Feld, Wald und Flur geholt. Immer im Frühjahr starten sie in ihren Jagdbezirken eine Aufräumaktion, weil es immer mehr Bürger gibt, die sich nicht an Recht und Ordnung halten und ihren Müll achtlos in die Natur werfen.

Viele Stunden haben die Heger damit zugebracht, den Müll, den achtlose Zeitgenossen irgendwo illegal entsorgen, wieder einzusammeln. "Wir haben zum Beispiel einen ganzen Anhänger voller Windeln aufgesammelt", ärgern sich Frank Damas, Matthias Rohde und Marcel Krüger über so viel Dreistigkeit. Sie vermuten, dass dieser Müll nicht aus Sachsen-Anhalt stammt, sondern aus Niedersachsen, denn dort wird die Mülltonne nach Gewicht berechnet, da sei so eine Fuhre dreckige Windeln natürlich schwere Fracht. Und selbst ganze Fernseher haben die Naturfreunde aus dem Wald gezogen.

"Wenigstens können wir in diesem Jahr mal unsere Arbeitsstunden und den finanziellen Aufwand einreichen, der uns durch diese Säuberungsaktionen entsteht", freute sich Frank Damas.

Ein positives Fazit konnte Marcel Krüger ziehen. Die Lkw-Fahrer bei Walbeck hätten nach der Kritik aus dem vergangenen Jahr, dass leere Kaffeebecher einfach im Straßengraben landen würden, ihr Entsorgungsverhalten deutlich verbessert. Nicht zuletzt sei das ein Verdienst der Unternehmen, für die sie unterwegs sind, meinte Marcel Krüger. Firmen wie die Sandwerke hätten auf die Kritik umgehend reagiert. Statt Styroporbecher gibt es nun beispielsweise feste Ware wie Keramik, die nicht einfach weggeworfen wird.

Zu tun hätte er es in seinem Revier in diesem Jahr verstärkt mit Bauschutt, sagte Marcel Krüger. Eine entsprechende Anzeige sei beim Ordnungsamt bereits erstattet worden.

Zum Hegering Belsdorf gehören die Jagdbezirke Weferlingen, Behnsdorf, Hödingen, Seggerde, Walbeck, Siestedt und Ribbensdorf. Einige der Jagdpächter wie die Belsdorfer hätten in ihren eigenen Bereichen selbst so viel Müll, dass sie zur Entsorgung ihre eigenen Container bestellen müssen, sagte Frank Damas. Andere wie die Weferlinger nutzten die Gelegenheit, die Container auf dem Seggerder Gutshof zu füllen.