Loitsche-Heinrichsberg l Seit fast zwei Jahren arbeiten die Gemeinde Loitsche-Heinrichsberg, die evangelische Kirchengemeinde Loitsche sowie der Verein Werk- und Kulturscheune an dem ehrgeizigen Projekt. "Zwei Jahre, in denen Beschlüsse positiv abgestimmt wurden, unzählige Beratungen stattfanden, in denen auch der eine oder andere seine Vorstellungen vom Projekt aufgrund neuer Erkenntnisse über die Bausubstanz oder erstellter Gutachten ändern musste", sagte Bürgermeisterin Bettina Seidewitz (CDU) bei der Grundsteinlegung.

Dann betonierte sie gemeinsam mit Benjamin Otto, Gemeindepädagoge und Vorsitzender des Vereines Werk- und Kulturscheune, sowie Architekt Steffen Lauterbach vom Magdeburger Architekturbüro arc eine Edelstahlhülse in das Fundament ein. Die Bürgermeisterin klärte die zahlreichen Gäste des feierlichen Aktes auch über den Inhalt der Hülse auf. "Darin befinden sich die Baupläne, die Baugenehmigung, der Zuwendungsbescheid für die Fördermittel, die Verträge, ein Satz Euro-Münzen, ein USB-Stick mit Fotos und Texten, unter anderem auch der kompletten Bibel sowie eine tagesaktuelle Volksstimme. Leider mussten wir den Sportteil weglassen, der hat nicht mehr in die Hülse gepasst."

Pastorin Christa Kohtz betonte, dass es für das Bauvorhaben ein großes Interesse im gesamten Pfarrbereich gibt. "Man muss schon ein wenig träumen können, um das Potenzial der alten Gebäude zu erkennen. Viele Menschen engagieren sich für das Projekt und damit für die Zukunft der Region", so Christa Kohtz die danach um Gottes Segen für die Werk- und Kulturscheune bat.

"Viele Menschen engagieren sich für das Projekt und damit für die Zukunft der Region."

Bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem feierten die Gäste dann den Beginn einer neuen Etappe des Vorhabens. Dazu spielten die Musiker der Band "Under Skin" auf. Sie musizierten mitten auf der Baustelle, exakt dort, wo sich später ein Band-Probenraum befinden wird. In dem Neubau an Stelle des früheren Stallgebäudes wird es künftig außerdem eine Metall- und eine Holzwerkstatt sowie einen Kreativraum geben. Im rechtwinklig dazu geplanten Anbau finden die Sanitäranlagen und eine Gruppenküche beispielsweise für Kochkurse mit Jugendlichen Platz. Außerdem soll die alte Pfarrscheune um- und ausgebaut werden, damit darin Seminare und Veranstaltungen stattfinden können.

Der Verein "Werk- und Kulturscheune Loitsche" hat gemeinsam mit Jugendlichen das Umbau- und Nutzungskonzept entwickelt. Vereinsvorsitzender Benjamin Otto arbeitet eng mit Sandra Kirchmann, der Jugendkoordinatorin für die Verbandsgemeinde Elbe-Heide, zusammen. Bereits in der Bauphase wollen sich die Jugendlichen bei so genannten "Bauwochenenden" mit einbringen. Auch für die Gestaltung des Außenbereiches haben sie bereits Ideen, etwa mit in der Werkstatt selbst hergestellten Holzbänken und Tischen, stählernen Feuerschalen oder Leuchten. Zukünftig sollen Bandworkshops, Technik- und Möbelseminare, Jugendleiterschulungen, Medienwochenenden in Loitsche eine Heimstatt finden. Auch Feste, Open-Air-Kino oder Konzerte sind vorstellbar, kündigte der Vereinsvorsitzende an.

 

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