Es wird doch kein Spielplatz in der Calvörder "Teufelsküche" gebaut. Einige Bewohner des Wohngebietes befürchten, dass mit dem Spiel-areal die idyllische Ruhe gestört wird und es zu Vandalismus kommen könnte.

Calvörde l Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) hatte bereits im März bei einer Gemeinderatssitzung angeregt, ein Konzept für die Errichtung eines Spielplatzes im Calvörder Wohngebiet "Teufelsküche" zu erstellen. Da in der "Teufelsküche" sich eine Ansiedlung von jungen Menschen entwickelt habe, sollte neben dem Spielareal am Langen Steig im Wohngebiet ein zweiter Platz zum Spielen entstehen.

Da die finanziellen Mittel als Grundlage für die Umsetzung des Planes fehlen, schrieb die Gemeinde Calvörde heimische Betriebe an, um für Sachleistungen sowie um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die Gemeinde stieß bei den Unternehmen auf eine positive Resonanz.

Und auch die Mitglieder des Gemeinderates stimmten dem Vorhaben zu. Als die Pläne publik wurden, meldeten sich gleich mehrere Anwohner der "Teufelsküche" zu Wort. Sie wollen den Spielplatz nicht, da die Befürchtung groß ist, dass es zu Lärmbelästigungen kommen und der Platz zum Spielen ein Platz für Randale werden könnte.

Mit dieser Reaktion habe Bürgermeister Schliephake nicht gerechnet. Bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Gemeinde berieten sich die Mitglieder des Ausschusses über die weitere Vorgehensweise. "Wir nehmen Abstand von der Gestaltung eines neuen Spielplatzes in der ,Teufelsküche`. Wir wollen den Plan gegen den Willen der Anwohner dort nicht umsetzen. Wenn die Bewohner den Spielplatz nicht wollen, dann macht es keinen Sinn, ihn zu bauen", verkündete Schliephake das eindeutige Ergebnis der Diskussion.

Die zugesicherte finanzielle und materielle Unterstützung der Unternehmen möchte die Gemeinde trotzdem für die Kinder und Jugendlichen in Anspruch nehmen. "Es gibt Bedarf bei der Förderung von vorhandenen Spielplätzen. Wir werden den Spielplatz am Langen Steig erweitern. Dort ist genügend Fläche. Alte Spielgeräte werden ausgetauscht und neue dazu gekauft", erklärte der Bürgermeister. Außerdem gibt es auch in den Ortsteilen viele Spielplätze, die verschönert und mit neuen Spielmöglichkeiten bereichert werden könnten.