Die ehemalige Tankstelle in Hörsingen gilt als Gefahrenquelle für spielende Kinder. Der Hauptausschuss der Stadt Oebisfelde-Weferlingen hat beschlossen, dass die Maßnahme "Abbruch der Tankstelle" im Haushalt 2014 prioritär behandelt wird. Bedingung ist allerdings, dass die beantragten Fördermittel genehmigt werden.

Hörsingen l Als Gefahrenstelle bezeichnete Hörsingens Ortsbürgermeister Peter Schorlemmer (CDU) die ehemalige LPG-Tankstelle in Hörsingen. Gleich neben der Tankstelle befindet sich der Kinderspielplatz. "Der marode Giebel des alten Tankstellengebäudes könnte irgendwann zusammenfallen", sagte Schorlemmer.

Das Vorhaben zum Abbruch der einstigen Tankstelle war auch Thema bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Der Abriss ist im Gebietsänderungsvertrag verankert, konnte jedoch aus finanziellen Gründen bisher nicht realisiert werden. 2013 wurden die notwendigen Untersuchungen der verzeichneten Altlast vorgenommen. Dazu gab es Bohrungen und Analysen, um die Belastungen für die Umwelt festzustellen.

Das Fachplanungsbüro legte das Untersuchungsergebnis und eine Kostenschätzung vor. Parallel haben das Bauamt und das Planungsbüro beim Landesverwaltungsamt in Halle die Fördermöglichkeit des Vorhabens abgeklärt. Daraufhin stellte die Stadt beim Landesverwaltungsamt den Fördermittelantrag für den Abbruch der Tankstelle.

Die Finanzierung der Maßnahme ist wie folgt vorgesehen: Die Ausgaben betragen insgesamt 29600Euro. Fördermittel in Höhe von 23600Euro könnten fließen. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 6000Euro. "Wir müssen die 6000Euro nachweisen, sonst kriegen wir keine Fördermittel", erklärte Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke). Die Eigenmittel sollen durch Grundstücksverkäufe erbracht werden.

"Da der Haushaltsplan für 2014 noch nicht beschlossen ist, soll laut Auskunft der Kommunalaufsicht die Stadt eine Bestätigung vorlegen, dass die Maßnahme prioritär gesehen und erledigt wird", erklärte die Bürgermeisterin.