Für 1,8 Millionen Euro entsteht an der Schulstraße ein neues Energie- effizienzhaus. Bis März 2015 sollen die Wohnungen an die Mieter übergeben werden. Bei der Grundsteinlegung war auch Minister Thomas Webel mit dabei.

Haldensleben l Zwölf neue Wohnungen mit insgesamt 980 Quadratmetern Wohnfläche entstehen gerade in der Schulstraße 10 in Haldensleben. Damit reagiert die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) "Roland" auf den demographischen Wandel, der sich auch in Haldensleben bemerkbar macht. Der Anteil der älteren Bevölkerung wird immer größer. Barrierefreiheit war deshalb das oberste Gebot bei der Planung des Neubaus. Elf Wohneinheiten sollen altersgerecht und eine Wohnung rollstuhlgerecht gestaltet werden. Ein Vorhaben, das auch seitens der Politik mit viel Lob bedacht wird. Landrat Hans Walker (CDU) und Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel (CDU), waren deshalb bei der Grundsteinlegung dabei.

"Unsere Gesellschaft wird immer älter. Das ist einerseits schön. Aber umso wichtiger ist es, die Barrierefreiheit im mehrstöckigen Wohnungsbau zu sichern. Denn wir alle wollen doch so lange wie möglich selbst bestimmt und eigenständig leben und wohnen", merkte Minister Webel an. In dieser Hinsicht wollte er der WBG seinen Dank für ihr Engagement aussprechen. Sie hätten eine Entscheidung getroffen, die auch Risiken berge, doch die er aus seiner Sicht nur empfehlen könne. "Es zeigt, dass auch Unternehmen etwas für die ältere Bevölkerung tun können." Der Leerstand in Bestandsimmobilien zeigt, wie hoch der Bedarf an solchen Wohnungen sei. "In Plattenbauten sind ab dem vierten Stock etwa 80 Prozent Leerstand zu verzeichnen", sagt er.

Seit 2011 hat die WBG in Haldensleben 46 Wohnungen neu errichtet, 42 altersgerechte und vier behindertengerechte. "Alle Wohnungen konnten zeitnah vermietet werden. Hier zeigte sich insbesondere die große Nachfrage nicht nur nach Wohnungen mit hohem baulichen Standard, sondern auch nach altersgerechtem Wohnraum", erklärt Christel Kinast, Aufsichtsratsvorsitzende der WBG. Mit der Möglichkeit, ein Grundstück direkt neben dem bereits bestehenden neuen Wohnkomplex der WBG zu kaufen, fasste die Genossenschaft den Entschluss für einen weiteren Neubau. "Die Gesamtkosten des Gebäudes einschließlich aller Nebenkosten werden sich auf rund 1,8 Millionen Euro belaufen. Hieran wird insbesondere die einheimische Bauwirtschaft partizipieren", verspricht Christel Kinast. Den Auftrag für den Rohbau erhielt ein Bauunternehmen aus Haldensleben. Die Genossenschaft hofft, dass auch bei der Vergabe der anderen Baugewerke wieder einheimische Unternehmen den Zuschlag erhalten mögen. Wenn keine außerplanmäßigen Verzögerungen auftreten, sollten die Mieter bis März 2015 ihr neues Zuhause beziehen können.