Der Ausbau der Landesstraße (L) 24 in Wegenstedt ist derzeit das größte Bauprojekt der Gemeinde Calvörde. Deshalb ist es immer wieder Thema im Calvörder Gemeinderat. Einige Räte wollen wissen, ob und welche Probleme es im Bauverlauf gibt.

Wegenstedt l "Es gibt ein allgemeines Interesse zum Baugeschehen bei den Wegenstedtern und sicher auch bei den Bürgern der umliegenden Orte. Der erste Bauabschnitt der Landesstraße 24 in Wegenstedt sollte eigentlich bis zur Kreuzung Mannhausen fertig sein. Ist er aber nicht. Liegt es an der Wasserleitung? Entstehen dort mehr Kosten für die Gemeinde? Verzögert sich die Fertigstellung?", wollte Gemeinderatsmitglied Hartmut Sonnenschein (FWG) wissen. Er berichtete, dass er und auch die anderen Gemeinderäte in Wegenstedt ständig von den Bürgern angesprochen werden und sie keine falschen Antworten geben möchten. "Die Thematik mit der Wasserleitung ist noch nicht geklärt. Das Land weist es von sich, diese Umverlegung der Leitung zu übernehmen. Die Trinkwasserversorgung Magdeburg als Träger dieser Leitung tut sich montentan auch schwer", sagte Ursula Genz, Bauamtsleiterin der Verbandsgemeinde Flechtingen. Unklar sei bisher, wer die Umverlegung übernimmt. Oder ob eine andere Variante umgesetzt wird, bei der die Leitung liegen bleiben kann. "Es ist eine schwierige Situation, damit hat keiner gerechnet. Aber wir werden dieses Problem lösen. Es ist das normalste auf der Welt, dass es bei so einer Baumaßnahme Verzögerungen gibt", versicherte die Bauamtschefin. Finanziert wird die Maßnahme vom Land Sachsen-Anhalt, von der Gemeinde und den Grundstückseigentümern des Ortes.

Gemeinderatsmitglied Tho- mas Lange (FWG) meldete sich zu Wort. Er hätte sich gewünscht, weil ihn viele Leute ansprechen, dass Informationen zum Bau der Ortsdurchfahrt öffentlich gemacht werden. Ursula Genz könne den Unmut der Bürger verstehen, denn schließlich gibt es inzwischen weitere Baumaßnahmen, wie die Sperrung der Straße von Flechtingen nach Behnsdorf. Außerdem steht Anfang Mai eine Vollsperrung der L 43 von Behnsdorf nach Siestedt an.

"Ich möchte gar nicht alles im Detail wissen, sondern nur den Bürgern Antworten geben können. Jetzt wissen wir, wo-ran es liegt. Mehr wollte ich gar nicht", erklärte Sonnenschein. "Die Leute haben das Recht, genaueres über die Baumaßnahme zu erfahren. Schließlich bezahlen sie ja auch ihren Anteil an der Maßnahme", ergänzte Lange. Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) zog Bilanz: "Es ist - laut Bauleiter und Planer - aktuell zu erwarten, dass der Fertigstellungstermin Ende Juni 2014 nicht zu halten ist. Es könnte eine geringe Verzögerung bis in den Juli hinein geben."