Zum 16. Mal gab es auf Einladung der Mannhäuser Feuerwehr winterliche Abenteuer zu erleben. Trotz Kälte und Regen stellten sich 182 Mannhäuser und Gäste den ungewöhnlichen Mutproben, die es in jedem Jahr bei der Wanderung zu bestehen gibt.

Mannhausen. 182 kleine und große Wanderer kamen am Sonntagmorgen nach Mannhausen. Familien, unter anderem aus Kathendorf, Böddensell, Velsdorf, Calvörde, Potzehne, Etingen, Mieste, Altenhausen und Süplingen, hatten ihre Wanderschuhe geschnürt. Der harte Kern der Wanderer stammt natürlich aus Mannhausen. "Es sind wegen des Regens etwa 100 Teilnehmer weniger als im Jahr zuvor unterwegs", stellte Reinhilde Lüdecke beim Blick auf die Starterliste fest.

Aufgeteilt in Mannschaften kam es bei der Tour darauf an, möglichst viele Punkte zu sammeln. "Wir sind die frechen Spatzen", erklärten Pauline und Ronja, die mit ihren Eltern, Katrin Weiß und Günter Quatz, an den Start gingen. "Für den Wissenstest brauchen wir keine Tricks und Hilfsmittel. Wir sind schon so oft mitgewandert, da kennen wir uns aus", waren sich die "Spatzen" einig. "Ja, die Kinder waren immer dabei. Sie sind schon in meinem Bauch mitgewandert", dachte Katrin Weiß zurück.

Die Teilnehmer mussten zum Beispiel ihre Geschicklichkeit beim Bierfässerstapeln, beim heißen Draht oder beim Skilauf zu dritt unter Beweis stellen. Unterwegs gab es heiße Bockwürste und Glühwein, um die Lebensgeister wachzurütteln. Wer einen Preis gewinnen wollte, sollte auch noch schlau wie Reinecke Fuchs sein. Auf dem Wettbewerbsbogen standen 36 mehr oder weniger knifflige Fragen, zum Beispiel: Wie heißt Winnetous Schwester? Die Antwort lautet: Nscho-tschi (Schöner Tag). Oder wie heißt der gelbe Riesenvogel in der Sesamstraße? Bibo heißt der seltsame Vogel.

Aber auch Insiderwissen war gefragt. Nur Einheimische konnten zum Beispiel wissen, dass Dieter Helmecke in Mannhausen die längste Zeit Wehrleiter war. Punkte sammeln konnten die, die wussten, dass die Ohre und der Friedrichskanal in der Gemarkung Mannhausen am "Deutschen Eck" zusammenfließen.

Bei der Beantwortung der Fragen bediente sich so mancher mit Tricks. Während die meist jüngeren Wanderer per Handy das Internet befragten, hatten einige aus der älteren Generation sogar ein Lexikon im Rucksack. Zum ersten Mal dabei waren die Juniorranger, die natürlich alle Fragen zum Naturpark wussten. "Na klar – der Seeadler ist im Drömling heimisch", waren sich die 19 kleinen und großen Naturschützer einig.

Spannend wurde es bei der Verkündung der Sieger im Saal der Gaststätte. Den glänzenden Wanderpokal und eine Flasche Sekt gewannen die Erstplatzierten, die Mannschaft von Uwe Woldau. Der Mannhäuser war der Anführer der Gruppe, die aus Familienangehörigen und Freunden bestand. Das Team "Drei plus eins" aus Mannhausen kämpfte sich auf den zweiten Platz und wurde mit einer Sektflasche belohnt. Die Gäste aus "Velsdorf-Neustadt" konnten sich über den dritten Platz freuen und eine Weinflasche mit nach Hause nehmen.

"Die Wanderung war trotz des verregneten Wetters ein Erfolg", freute sich Mannhausens Wehrleiter Kevin Quatz und bedankte sich bei seinen Kameraden und den Helfern.

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