Die Kleine Straße in Bornstedt bekommt Konturen. Seit März wirbeln hier die Tiefbauer. Das Bautempo kann sich sehen lassen. Im Juli soll die knapp 300 Meter lange Straße im alten Dorfkern fertiggestellt sein.

Bornstedt l Die Rüttelmaschinen dröhnen und bereiten festen Boden für das Aufbringen der Tragschichten auf der Fahrbahn. Seit Mitte März wirbeln die Tiefbauer an der Kleinen Straße, der letzten Straße in der Bornstedter Dorfmitte, die seit der Wende noch nicht saniert worden war.

Dank des milden Wetters in diesem Frühjahr ist das Bautempo zügig. Die Bauarbeiter tun, was sie können, die Anlieger sind zufrieden. "Das Verhältnis zu den Anwohnern ist gut, wir kommen ordentlich voran", betonte Planer Lars Deuter bei der gestrigen Bauberatung vor Ort.

Die neue Regenwasserleitung liegt komplett in der Erde, die Anwohnergrundstücke sind an das Entwässerungssystem angeschlossen. Die in zwei Richtungen entwässernde neue Kanalisation ist bereits an die Kanäle der angrenzenden Straßen, Breite Straße und Hauptstraße (alte B1), angebunden worden.

Trink- und Schmutzwasserleitungen waren bereits vor Jahren erneuert worden.

Zu zwei Dritteln sind auch die auf beiden Seiten der Fahrbahn gebauten Gossen fertig. Sie trennen die Fahrbahn von den Randbereichen. Sind die Bauleute mit dem Auftragen der Tragschichten zwischen den Gossen fertig, kann mit der Pflasterung der Fahrbahn und der Randbereiche begonnen werden.

Tiefborde ermöglichen vier Meter Gesamtfahrbreite

Die Fahrbahn bekommt schmuckes Betonsteinpflaster. In den Randbereichen wird Natursteinpflaster verlegt. Fahrbahn und Randbereiche werden Mischfläche, das heißt die Tiefborde dazwischen bleiben überfahrbar. Damit beträgt die mögliche Gesamtfahrbreite vier Meter.

Die Grundstu¨ckszufahrten werden mit demselben Betonstein befestigt wie die Fahr- bahn, die Zuwegungen zu den Hauseinga¨ngen werden mit rotem Betonstein gepflastert. Der Einmu¨ndungsbereich der Kleinen Straße zur alten B1 soll mit großfla¨chigem Na- tursteinpflaster gestaltet wer- den. Die vorhandenen Gru¨n- fla¨chen werden gestalterisch aufgefrischt. Zur optischen Tempodrosselung wird auf der Fahrbahn an zwei Stellen die Pflasterfarbe wechseln.

Ausschreibungsergebnis sorgte für Kostensteigerung

Nach übereinstimmenden Aussagen von Bauleiter, Planer und Bauamt kann die Straße spätestens im Juli fertiggestellt werden. Damit geht ein von der Ortschaft lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

2013 hatte der Gemeinderat Hohe Börde den Weg für die Investition frei gemacht und der Finanzierung des Eigenanteils zugestimmt. Das war die Voraussetzung für einen Förderantrag gewesen.

Im vergangenen Oktober hatte die Förderbehörde des Landes 193000 Euro Fördermittel für das zunächst auf 344000 Euro Gesamtkosen geschätzte Bauvorhaben bewilligt. Das Ausschreibungsergebnis lag aber um 34000 Euro höher, also schließlich bei 378000 Euro. Ein Teil dieser zusätzlichen Kosten sollen durch einen ebenfalls erhöhten Förderanteil ausgeglichen werden.