Calvörde l 20 Frauen, 16 Männer und 14 Kinder kämpfen auf der Kegelbahn in Calvörde um den Titel "Dorfmeister 2014". "Wir wollen die Leute mal wieder aus ihren Häusern locken und so das gesellschaftliche Leben bereichern. Die Beteiligung ist gut", freut sich Bernd Kampe, der seit kurzem die Abteilung Kegeln leitet. "Aus gesundheitlichen Gründen hatte Detlef Blank das Amt des Abteilungsleiters abgegeben", erklärt Kampe. Blank versichert aber, dem Kegelsport treu zu bleiben.

Die Stimmung in der Alten Fabrik ist super. Der Ehrgeiz zu gewinnen wird inzwischen geschürt. So treten die Gartenmädels gegen die Power-Ladies an. Und der Saftladen nimmt es mit der Dorfauswahl auf. Mit 79 Lebensjahren ist Annelies Ziem aus Wieglitz die älteste Keglerin, während die siebenjährige Laura Semmer die jüngste Teilnehmerin ist.

Nach dem Kegeln gönnen sich auch die sportlichen Dorfschönheiten ein Gläschen Rotkäppchen-Sekt. "Heute Abend geht es nicht nur um den Sport, sondern auch um den Spaß an der Geselligkeit", verraten die Frauen des Feuerwehrvereins. Dies bestätigt auch Kampe: "Es geht hier nicht um Leistungssport, sondern um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Vereine untereinander."

Sogar Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake lässt geschickt einige schwere Kugeln über die Bretter rollen.

Die Tradition der Dorfmeisterschaften gibt es schon seit mehr als zehn Jahren. Mit Spaß am Sport rollen die schwarzen Kugeln noch bis kurz vor Mitternacht. Dann steht das Ergebnis fest. Dorfmeisterin darf sich Rita Gadau nennen. Den Meisterpokal der Männer holt sich Carsten Gadau. Bei den Kindern gewinnt Marie Fromm. "Wer bei uns mitkegeln möchte, ist willkommen", sagt Kampe. Jeden Freitag ab 18 Uhr wird in der Fabrik trainiert. "Wir haben die Saison in der zweiten Kreisklasse mit dem dritten Platz abgeschlossen. Wir freuen uns über zwei Neuzugänge - eine junge Frau und ein junger Mann. Sie werden uns später einmal in der Mannschaft aktiv unterstützen", blickt Kampe voraus.