Mit der alljährlichen Jugendweihe vollziehen die 14-Jährigen einen großen Schritt in Richtung Erwachsenwerden. Für 66 junge Leute aus den Sekundarschulen Erxleben und Calvörde sowie dem Weferlinger Gymnasium fand die Feierstunde in Erxleben statt.

Erxleben l Für 66 junge Leute begann am Sonnabend mit dem symbolischen Schritt der Jugendweihe ein neuer Lebensabschnitt. Im Kulturhaus Erxleben wurden 44 Schüler der Sekundarschule "Albert Niemann" Erxleben, der Sekundarschule "Brüder Grimm" Calvörde sowie der Förderschule Haldensleben und 22 Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Weferlingen im Rahmen einer Feierstunde des Landesverbandes Jugendweihe in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen.

Jugendweiheverantwortliche Cornelia Jeremias hatte mit ihrem jungen Team zwei rundum gelungene Durchgänge organisiert, bei denen in so manchen Augenblicken Eltern und Großeltern die Tränen in den Augen standen.

Gast des Vormittages war neben der Landesvorsitzenden der Jugendweihevereinigung, Rebekka Hartmann, auch Erxlebens Bürgermeister, Gerhard Jacobs.

Mit ihren Liedbeiträgen hatte die Band der Musikschule Magdeburg genau den Geschmack der jungen Leute getroffen, ohne deren Gäste zu vernachlässigen. Deutsche und internationale Popsongs umrahmten die Veranstaltungen ansprechend.

Als Moderatoren führten Lea und Raja durch das Programm. Erst eine Woche zuvor hatten die beiden im Flechtinger Kurhaus ihre Premiere, machten ihre Sache auch in Erxleben sehr gut.

In seiner Festansprache ging Guido Henke, Mitglied des Landtages für Die Linke, auf das bisherige Leben der jungen Leute ein, bezog sowohl sie als auch ihre Eltern und Großeltern in die Erinnerungen, die Gegenwart und in Visionen für die Zukunft mit ein.

"Ihr seid älter, klüger und selbstbewusster geworden, aber ihr werdet weiter die Liebe und Fürsorge eurer Eltern brauchen", sagte er. Die Sorge um die Söhne und Töchter werde stets getragen von der Liebe, richtete er seine Worte an die Eltern. Dabei sei es gerade jetzt im Teenageralter schwer für Eltern, in den Augen ihrer Kinder zu bestehen.

"Denkt dran, ihr könnt schneller laufen, aber eure Eltern kennen die Abkürzungen", richtete Guido Henke seine Worte an die Jugendlichen. Die mit der Jugendweihe neu erworbenen Rechte werden aber auch mit allerlei Pflichten einhergehen. Trotzdem sollte niemand auf seine Träume, auf Gespräche und Gefühle verzichten.

Zuhören sei eine ganz wichtige Eigenschaft für die Zukunft. "Baut auf den Rat der Älteren, denn ihr werdet ihn auch künftig brauchen, und nicht immer werden eure Berater die besten sein", so Guido Henke. Und Kopf hoch bei Fehlern, denn sie zu überwinden, sei der größte Erfolg überhaupt, meinte der Festredner an die jungen Leute gewandt. Er wünschte den Jugendweihlingen Lust am Leben, Freude am Dasein und Glück in der Liebe.

Dank der Jugendlichen

Für die Sekundarschüler richtete Yunes Saleh seine Dankesworte an die Eltern, Großeltern, Lehrer und an alle, die sie durch ihr bisheriges Leben begleitet hatten. Für die Gruppe der Weferlinger Gymnasiasten hatten sich Maxi Möbbeck und Lea Hermann diesen Teil der Feierstunde geteilt.

Als die Mädchen und Jungen in kleinen Gruppen auf die Bühne gerufen wurden, gab es für jeden Jugendlichen Urkunde, Buchpräsent und vom bezaubernd in weiß gekleideten Blumenmädchen Jette eine Rose.

Nach dem Abschluss der Feststunde, den die Musikschulband bestritt, traten die jungen Leute den Auszug aus dem Kulturhaus an. Jetzt konnte für sie der gesellige Nachmittag mit der Familie, mit Verwandten und Freunden beginnen.

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