Pünktlich zum Europatag ist am Freitag ein Netzwerktreffen der Europaschulen Sachsen-Anhalt zu Ende gegangen. Gastgeber war die Haldensleber Grundschule Gebrüder Alstein. Zu den Gästen zählte auch Innenminister Holger Stahlknecht.

Haldensleben l Zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung präsentierte die Alstein-Schule in der Kulturfabrik ein Festprogramm. Doch bevor es richtig losging, erlebte die kleine Wunnia Otto ihren großen Moment. Sie feierte gestern ihren 8. Geburtstag. Dazu sang ihr nicht nur der prall gefüllte Saal ein Ständchen: Schulleiter Michael Blaschke und Holger Stahlknecht ließen Wunnia drei Mal hochleben. Anschließend spielte der Landesinnenminister zu Ehren des Geburtstagskindes noch zwei Stücke auf dem Klavier.

"Diese Netzwerktreffen finden zwei- oder dreimal im Jahr statt", erklärte Anja Aichinger, die Landesfachbetreuerin für Europabildung. "Sie dienen dazu, neue Ideen vorzustellen und Erfahrungen auszutauschen." Dabei handele es sich um schulformübergreifende Veranstaltungen. Denn in Sachsen-Anhalt gibt es 22 Europaschulen vom Gymnasium über die BBS bis zur Grundschule. 20 dieser Einrichtungen hatten Vertreter zum Treffen nach Haldensleben entsandt. Die anderen waren verhindert. Als besonderes Geschenk hatte Anja Aichinger ein offizielles Europa-Schulschild für Michael Blaschke im Gepäck. Damit einher ging eine erneute Zertifizierung als Europaschule.

Es liege nicht immer in der menschlichen Natur, über Ländergrenzen hinweg friedlich zusammenzuarbeiten, führte Anja Aichinger aus. "Deshalb ist die Arbeit der Europaschulen so wichtig." Durch sie würden Kinder von klein auf mit dem europäischen Gedanken aufwachsen.

"Ihr habt nicht nur ein Europa-Schild an der Tür. Ihr lebt die Europa-Idee", lobte Heike Piornak, die Landesbeauftragte für Fremdsprachen. Auch sie hatte ein Geschenk dabei. Denn die Kinder der Alstein-Schule haben erfolgreich beim Landeswettbewerb Fremdsprache an Grundschulen mitgemacht. "Dafür gibt es nicht nur Urkunden, sondern auch zwei große Kisten voller Preise", versprach Piornak.

Eigentlich wollten die Haldensleber Kinder das Programm zum Netzwerktreffen gemeinsam mit ihrer finnischen Partnerschule gestalten. "Aber die ist leider aus Krankheitsgründen verhindert", erklärte Michael Blaschke. Doch auch so konnten sich die Aufführungen mehr als sehen lassen. Es handelte sich um das Programm, das die Schüler bereits vor einigen Tagen für den Europaabgeordneten Horst Schnellhardt aufgeführt hatten (Volksstimme berichtete). Zusammen mit Bürgermeister Norbert Eichler und Dezernent Henning Konrad Otto gehörte Schnellhardt auch diesmal wieder zu den Gästen.

Den Auftakt des Programms machten Leonie Blaschke und Florentine Doermer, die am Klavier ein ukrainisches Lied und eine englische Volksweise spielten. Als neuer Programmpunkt hinzugekommen war ein Trio bestehend aus Vanessa Hoppe, Theresa Weber und Sophie Groschner, die an Klavier, Klarinette und Violine das Stück "The drunken sailor" präsentierten. Außerdem waren unter anderem die Caxixi-Gruppe, Tänzer und die Flöten-Gruppe mit dabei. Im Mittelpunkt der Darbietungen standen kulturelle Vielfalt und das Thema Umweltschutz.

Im Anschluss trafen sich Politiker und Alstein-Schüler noch zu einer Gesprächsrunde zum Thema Europa.