Der Name für das Mehrgenerationenhaus in der Haldensleber Gröperstraße steht fest: "Ein Haus Für Alle" - EHFA - lebt vom Miteinander und gemeinsamen Projekten. Der Namensvorschlag kommt von der Haldensleberin Marianne Dreyer.

Haldensleben l "Ich gehe jetzt mal zu EHFA", werden die Haldensleber wohl künftig sagen, wenn sie das Mehrgenerationenhaus in der Gröperstraße besuchen wollen. "EHFA" klingt ausgesprochen wie der Name "Eva" - ein kleines Wortspiel, an das sich die künftigen Besucher schon jetzt gewöhnen können.

In den vergangenen Wochen beteiligten sich etliche Haldensleber an der Namenssuche, zu der die Stadt und der Betreiber des Mehrgenerationenhauses, das Paritätische Sozialwerk Kinder- und Jugendhilfe, aufgerufen hatten. Die Vorschläge reichten von Begegnungsstätte Gröperstraße über Pastor-Borchert-Haus, Gröperhaus, Haus Kunterbunt und Haus der Begegnungen bis hin zu Rolandhaus Haldensleben.

Eine Jury stimmte über den interessantesten und kreativsten Vorschlag ab und verkündete ihn im Rahmen der Regionalschau "Hupe". Viele Besucher nutzten dort die Gelegenheit, sich bei Baustellenführungen von den jetzt schon gut sichtbaren Grundzügen des zum Jahresende fertig werdenden Zentrums einen Eindruck zu verschaffen.

"Wir haben uns für `EHFA` entschieden, weil der Name die Philosophie des Hauses am besten widerspiegelt", erklärt Mirko Günther, Geschäftsbereichsleiter des Paritätischen Sozialwerks Kinder- und Jugendhilfe. "Ein Haus Für Alle", das soll das Mehrgenerationenhaus sein. Alle Haldensleber sind willkommen, denn "EHFA" ist ein Gemeinschaftsprojekt, das vom Mit- einander lebt.

Im Erdgeschoss entsteht in den großen öffentlichen Bereichen ein "gemeinschaftliches Wohnzimmer", in dem Jung und Alt sich treffen können. Eine Kantine schafft Gemeinschaftlichkeit. Hilfebedürftige erhalten hier Unterstützung in allen Lebenslagen, Service, soziale und vernetzte Beratungen. Erstmals werden Beratungsstellen verschiedener Träger an einem Ort vereint: Schuldnerberatung, Sucht- und Drogenberatung, Betreutes Wohnen, Familienberatung, Schwangerschaftsberatung, Erziehungsberatung und Seniorenbegegnungsstätte. Hinzu kommen eine Kinderbetreuung mit Spielbereich, eine Cafeteria und verschiedene Veranstaltungsräume. In den Nachbarhäusern wohnen Familien mit Kindern, Singles, Wohngemeinschaften, Lebensgemeinschaften und Senioren aller Altersgruppen.

"Normalerweise bekommt das Kind einen Namen, wenn es auf der Welt ist. Im Falle von EHFA ist der andere Weg gewählt, so können sich schon jetzt die Bürger freuen auf das neue Haus, das eine neue Qualität in die soziale Infrastruktur Haldenslebens bringen wird", kommentiert Bürgermeister Norbert Eichler die Namensfindung.

Marianne Dreyer aus Haldensleben hatte den Namen übrigens in die Waagschale geworfen und mit ihrem Vorschlag gewonnen. Sie darf sich über einen von der Stadt gestifteten Gutschein über je zwei Karten für drei Veranstaltungen der Kulturfabrik nach freier Wahl freuen.