Der Calvörder Gemeinderat möchte junge Familien in der ländlichen Region halten. In den Fokus hat das Gremium deshalb auch die pädagogische Kinder- und Jugendarbeit gerückt. Positives Beispiel ist der Jugendclub in Calvörde.

Calvörde l Über den Sachstand der Kinder- und Jugendarbeit im Club in Calvörde informierte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Sport-, Kultur- und Sozialausschusses der Gemeinde Calvörde. Betreut werden Kinder und Jugendliche im ehemaligen Bahnhofsgebäude von der Sozialpädagogin Sandra Fromm und in Ergänzung von Sibylle Fügner, Mitarbeiterin für die Kulturarbeit und tätig in der Gemeindebibliothek. Erst im März dieses Jahres feierte der Jugendclub seinen ersten Geburtstag.

"Im Club wird eine richtig gute soziale Arbeit geleistet. Die Einrichtung hat sich gut entwickelt und wird auch von den jungen Leuten sehr gut angenommen", zog der Bürgermeister Bilanz. Bei einer Aktion im Sommer 2013 wurde der verwahrloste Clubhof in einen Ort für Freizeitaktivitäten umgestaltet. In nur einer Woche hatten heimische Unternehmer, viele engagierte Helfer und die Jugendlichen selbst das Werk vollbracht. Im Club werden die 10- bis 16-Jährigen nicht nur beschäftigt, sondern es werden auch viele Ausflüge unternommen. 2013 wäre den Jugendlichen viel geboten worden. Und auch 2014 gäbe es schon einen vollen Terminkalender. Der Jugendclub ist immer donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

"Innerhalb einiger Ortsteile können wir auch so eine intensive Jugendarbeit anbieten. Durch diese sinnvolle Beschäftigung müssen die jungen Leute nicht in der Bushaltestelle sitzen", sagte der Bürgermeister. Weitere Jugendclubs gibt es in Wegenstedt, Mannhausen, Elsebeck, Zobbenitz und Lössewitz. "Dort ist eine Betreuung nicht gewollt und auch nicht erforderlich, weil die Altersstruktur dort etwas anders ist", berichtete Schliephake. In Calvörde gäbe es meist jüngere Jugendliche und in den anderen Ortsteilen sei es die etwas ältere Jugend. Dort gäbe es in Eigenregie eine gewisse Hierarchie, bei der die Älteren die Jüngeren leiten. Gemeinderäte aus den jeweiligen Orten unterstützen dort meist die Jugendarbeit auch ohne pädagogische Betreuung.

Die Mitglieder des Sozialausschusses sind sich einig, dass die Jugendarbeit - trotz der begrenzten finanziellen Mittel der Gemeinde - wichtig ist.

"Wir können nicht aus einer vollen Kasse schöpfen, aber wir versuchen in einer breiten Form alle Altersklassen zu berücksichtigen. Das heißt, neben der Jugend auch die Vereinsarbeit und die Veranstaltungen der Senioren zu fördern", schilderte der Gemeindechef.