Eimersleben hat am Wochenende den Rusche-Gedächtnis-Wanderpokal 2014 der Feuerwehren aus Bregenstedt entführt. Beim Löschangriff erzielten die Eimersleber aufgrund des Starts einer Männer-, Frauen- und Jugendmannschaft das beste Ergebnis.

Bregenstedt l Christoph Just kann zufrieden sein. Der Bregenstedter Ortswehrleiter, seine Kameraden und die vielen Helfer hinter den Kulissen haben das Festwochenende anlässlich des 140. Geburtstages der Freiwilligen Feuerwehr Bregenstedt gut hinter sich gebracht.

Zum Auftakt am Sonnabend starteten Mannschaften aus neun Feuerwehren des ehemaligen Wirkungsbereiches und eine Traditionsmannschaft zum Löschangriff. Nach zwei Durchgängen bei den Männern, Frauen und der Jugend stand fest, dass Eimersleben den Rusche-Gedächtnispokal für Feuerwehren für ein Jahr nach Hause entführt. Ein 5. Platz bei den Männern und der Jugend genügte, weil die Frauen als einziges weibliches Team des Tages 13 Punkte zur Gesamtwertung beisteuerten (siehe Info-Kasten).

Einen Blick in die lange Feuerwehr-Chronik warf Christoph Just anlässlich eines kleinen Festaktes am Abend.

Der Wunsch der Bevölkerung nach einem Schutz vor Bränden beziehungsweise dessen schnelle Löschung war nach verheerenden Feuern in den Jahren 1719 (12 Häuser, Scheunen und Nebengelass), 1825 (fünf Höfe im Winkel und der Hof Schinkel) und 1851 (4 Höfe von Knapes, Häberlings, Willi Keindorf und Quickenstedts) in Bregenstedt wohl so groß geworden, dass man sich im Jahr 1874 zu einer Feuerwehr zusammenschloss. Die war aus dem bis dato existierenden Landwehrverein, hervorgegangen aus den Kriegsveteranen von 1870/71, gegründet worden.

Wie wichtig die Feuerschutztruppe war, sollte sich in der Zukunft noch zeigen. In den Jahren 1948/49 beispielsweise waren die Scheune des Pfarrers, die Schule und eine Scheune von Bränden betroffen.

Bei solchen Einsätzen wurde deutlich, wie wichtig eine solide Ausbildung der Helfer und entsprechende Feuerlöschtechnik war. Nicht selten konnte die Feuerwehr nur noch zusehen und lediglich ein Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude verhindern.

Die Bedeutung einer guten Ausstattung wurde zum 130. Geburtstag der freiwilligen Feuerwehr, also vor genau zehn Jahren, mit einem neuen Tanklöschfahrzeug unterstrichen. Erst ein Jahr zuvor hatte die Gemeinde Bregenstedt mit ihrem Bürgermeister Dieter Tamm der Feuerwehr des damaligen Wehrleiters Wilfried Lauenroth ein neues Gerätehaus beschert.

Und auch wenn sich das Aufgabenspektrum der Feuerwehr mittlerweile immer mehr hin zu Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen und die Abwehr von Gefahrensituationen gewandelt hat, sehen es die Kameraden als ihre Verpflichtung, für den Brandeinsatz gut gerüstet zu sein. Erst im April vergangenen Jahres hatte ein Wohnhausbrand in Bregenstedt dieses Anliegen unterstrichen. Außerdem ist die Feuerwehr neben dem Sportverein und dem Verein "Wir Bregenstedter" eine nicht zu unterschätzende kulturelle Größe im Ort.

Ortswehrleiter Christoph Just ist froh, trotz aller beruflichen und familiären Verpflichtungen immer noch eine schlagkräftige Truppe zu haben. "Dafür gebührt den Kameraden, deren Angehörigen und der Kinderfeuerwehr ein dickes Lob", sagte er.

   

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