"Hoahnenfoot" - das ist eine echte Familienband, die hervorgegangen ist aus der Hausmusiktradition. Die Folkloregruppe aus Dannefeld animiert mit volkstümlichen Liedern zum Nachdenken, Träumen und Mitsingen.

Rätzlingen l Mit einer schlechten und einer guten Nachricht begrüßte Pfarrer Jörg Oehlmann am Sonnabend die Besucher der Rätzlinger Kirche. Oehlmann erklärte: "Heute gegen 10 Uhr war die Welt der Konzerte noch in Ordnung. Dann bekam ich einen Anruf von den Musikern der ,Supcooltour`. Kantor Gerhard Noetzel ist krank. Er liegt mit Fieber im Bett."

Noetzel hat die Leitung der Gruppe und die erste Stimme. Ohne ihn ginge es nicht. Ein Fingerzeig brachte den Pfarrer auf die Idee, eine andere Musikgruppe für dieses Konzert zu gewinnen.

Aus dem altmärkischen Dannefeld war dann nämlich Familie Finger angereist. Andreas und Kerstin Finger hatten sich innerhalb von einer Stunde entschieden, dass sie mit ihrem Gesang einspringen. Sie präsentierten gemeinsam mit ihrem Sohn Johannes als Gruppe "Hoahnenfoot" basierend auf Hausmusik plattdeutsche Weisen und Volkslieder. Und das kombinierte die Folkloregruppe mit Gedichten. "Wir kommen aus Dannefeld. Das ist auf der anderen Seite des Kanals. Hier kommen wir eigentlich nicht so oft her. Aber wir sind gern hier. Rätzlingen hat eine sehr schöne Kirche mit einem sehr schönen Hall", erklärte Andreas Finger, der mit den Liedern zum Mitsingen und zum Nachdenken anregen möchte. Sonst sei auch oft Tochter Friederike dabei, aber auf die Schnelle musste es auch mal ohne sie gehen. Und es funktionierte auch ohne vierte Stimme wunderbar.

Besonders wichtig sei der Familienband die Pflege der heimischen Mundart und ländlichen Traditionen in gradliniger Verbindung zum Hier und Jetzt.

Schnell sprang der Funke am Spaß mit der Musik von den musikalischen "Hähnen" auf das Publikum über. So sang und spielte das Trio mit verschiedenen Instrumenten Lieder von den Jahreszeiten und dem Alltag auf dem Lande. Dabei erzählten die Dannefelder kleine heitere Geschichten aus ihrer Heimat.

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