Die Kinder der Ohre-Schule in Uthmöden haben bei ihrem Sportfest gezeigt, dass sie auch im Team arbeiten können. An Stationen wie dem Blinden-parcours war gegenseitiges Vertrauen gefragt.

Uthmöden l Von der großen Auswahl an Möglichkeiten beim Sportfest in der Ohre-Schule Uthmöden sind die rund 75 Schüler der Klassen 1 bis 6 begeistert gewesen. Hüpfburg, Torwandschießen, Weitsprung, Blindenparcours, Sumo-Ringen und viele weitere Aktivitäten standen für die Jugendlichen zum Austoben bereit.

"Wir unterrichten an unserer Schule verhaltensauffällige Kinder, heute zeigen sie aber kein auffälliges Benehmen", erzählte Schulleiterin Kerstin Wiergowski erfreut. Die abwechslungsreichen Sportangebote ließen keine Langeweile aufkommen, aus diesem Grund seien die Förderschüler sehr motiviert und bei der Sache gewesen. Das Motto des Sportfestes war laut der Schulleiterin "Sport gegen Gewalt". "Es fällt unseren Schülern schwer, zu verlieren. Hier lernen sie, miteinander zu spielen. Die sportlichen Betätigungen sind an allen sechs Stationen außerdem top organisiert", fand Wiergowski.

Die Veranstaltung wurde unter anderem von Lehramt-Studenten der Martin-Luther-Universität Halle unter der Leitung von Sportdidaktik-Dozent Andreas Günther organisiert. Beim Sportfest selbst hatten unter anderem 20 Studenten die Aufsicht über die Förderschüler. "An vielen Stationen müssen die Schüler im Team arbeiten und Vertrauen zueinander aufbauen", erklärte Günther. Das sei auch der Sinn der sportlichen Aktivitäten gewesen, sagte der Dozent. Beispielsweise der Blindenparcours habe das soziale Verhalten trainiert und die Zusammenarbeit der Kinder gefördert. "Der Parcours wird im Zweierteam gemeistert. Einer der Schüler hat dabei die Augen verbunden und muss sich von dem anderen führen lassen. Dafür ist sehr viel Vertrauen notwendig", erläuterte Andreas Günther.

Für den 13-jährigen Simon Lutschke war der Parcours ein "ganz anderes Gefühl". Dennoch habe sich der Schüler an der Seite seines Freundes Jaime-Lee Kilian sicher gefühlt. "Das hat Spaß gemacht. Und dass ich mit Jaime zusammengearbeitet habe, fand ich auch klasse. An anderen Stationen haben wir beide eher einen Wettkampf ausgetragen", erzählte der Schüler. Beispielsweise beim Labyrinth-Lauf wurden die Zeit gemessen, wie lange die Jugendlichen brauchten, bis sie sich durch die vielen Gänge gekämpft und den Ausgang gefunden hatten.

Kleine Preise warteten außerdem an den Stationen auf die Schüler. "Neben Springseilen und Schlüsselbändern haben die Kinder ihr Sportabzeichen überreicht bekommen, wenn sie alle Stationen durchlaufen haben", sagte Schulleiterin Kerstin Wiergowski.

 

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