Die Eltern und Lehrer der Weferlinger Grundschule werden langsam unruhig, denn das Schulhaus muss saniert und ein Anbau geschaffen werden. Schon längst sollte das pädagogische Konzept für die Beantragung zur Stark-III-Förderung beschlossen sein. Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Silke Wolf erklärte, dass die Asylbewerberthematik noch mit ins Konzept aufgenommen werden soll.

Weferlingen l "Wir haben das alte Schulkonzept weiter entwickelt. Alles das, was den Anforderungen 2015 und unserer Zertifizierung entspricht, haben wir mit eingearbeitet", erklärte Sabine Nieber, Leiterin der Weferlinger Grundschule, bei der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses, der am Mittwochabend im Weferlinger Grundschulhaus tagte. Schon vor Monaten habe es - nach den Ausführungen der Schulleiterin - ein Gespräch mit dem Weferlinger Ortsbürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU), dem Architekten Matthias Kraul und der Bauamtsmitarbeiterin Sabine Fischer gegeben. "Wir haben uns über das Wesentlichste verständigt", betonte Sabine Nieber. Hans-Werner Kraul ergänzte: "Beschlossen wurde das Konzept bei der Gesamtkonferenz noch nicht, da nach Auskunft der Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin noch Ecken und Kanten drin sind. Das Konzept muss noch an die Förderrichtlinien angepasst werden", erklärte Kraul. Was die Ecken und Kanten wären, wüsste er aber auch nicht.

"Es passiert nichts. Seit Monaten wird um dieses Konzept gerungen. Und jetzt passt es nicht zu den Förderrichtlinien?", fragte Alexander Burggräf, der als Elternvertreter anwesend war. "Was ist so falsch an dem Konzept?", fragte Elternvertreterin Heike Grebe.

Integration und Sonderpädagogik

Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Silke Wolf (Die Linke) kam gerade noch rechtzeitig in den Klassenraum, um die wichtigsten Fragen im Nachhinein zu beantworten. "Es ist uns dringend empfohlen worden, den Entwurf der Richtlinie, die wir vor vier Tagen erst bekommen haben, mit dem Schulkonzept in Einklang zu bringen, um in eine obere Priorität rein rutschen zu können. Unter anderem darf der energetische Anteil zu den Gesamtkosten nur zu einem besonderen Prozentsatz enthalten sein", erklärte Silke Wolf. Aber auch andere Dinge müssten - nach den Empfehlungen des Städte - und Gemeindebundes - noch geändert werden. "Wir sollten außerdem den sonderpädagogischen Bedarf im Konzept untermauern, weil wir hier in Weferlingen ja das Asylbewerberheim haben", erklärte die Bürgermeisterin. Durch die Asylbewerberthematik würde sich auch ein Sonderbedarf bei den Räumen ergeben. "Wir haben einen Asylbewerberaufnahmebereich mit maximal 200 Plätzen. Darunter sind Familien mit Kindern. Daraus ergibt sich ein erhöhter Bedarf hinsichtlich der Integration und damit auch ein Sonderbedarf der sprachlichen Bildung", so Silke Wolf.

Architekt Matthias Kraul gab zu bedenken, dass die Planung noch viel konkreter werden muss, um in die maximale Förderung zu kommen. Der Architekt solle so planen, dass es ins Konzept passt und die Chancen auf Fördermittel so groß wie möglich sind. Ende September wird es erst eine neue Gesamtkonferenz geben. Parallel dazu würden die Planungen weiter laufen. "Die Voranmeldung ist getätigt. Jetzt müssen wir alles detailliert hinterlegen. Wir liegen noch gut im Zeitplan", erklärte Silke Wolf.

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