Die Kathendorfer Brandschützer haben viele kleine und große Besucher zum Feuerwehrtag auf den Sportplatz gelockt. Ziel der pietschenassen Spaßwettbewerbe ist es, das Interesse der Kinder an der Arbeit der Feuerwehr zu wecken.

Kathendorf l "Eines ist sicher, ich werde Feuerwehrmann", dürfte sich Mica gedacht haben, als er die Löschspritze betätigte. "Lernt unsere Feuerwehr kennen", sagten die Männer der Kathendorfer Wehr und luden die Mädchen und Jungen der Region sowie Gäste aus nah und fern zum Kinderfeuerwehrtag ein. Dieser Einladung folgten mehr als 30 Kinder und deren Familien. Ein unbeschwertes Sommerfest ergab sich aus gegebenem Anlass auf den Sportplatz.

"Der Kinderfeuerwehrtag ist für uns eine Premiere. Wir wollen mit Spaßspielen das Interesse für die Feuerwehr wecken. Wir versuchen, uns so den Nachwuchs an Land zu ziehen", erklärte Kathendorfs Wehrleiter Jens Isensee.

In der glühenden Hitze vergnügten sich die Kinder bei den Wasserspielen. Es galt, mit der Kübelspritze auf Hindernisse zu zielen und einen nassen Parcours zu absolvieren. Überall schossen erfrischende Fontänen aus den Schläuchen.

Höhepunkt des Tages war die Schauvorführung der gestandenen Feuerwehrmänner. Trotz Hitze waren die Retter in ihre Kluft geschlüpft, um zu zeigen, wie sie im Ernstfall verletzte Personen aus einem Pkw retten. Drei junge Brandschützer stellten sich als Opfer für die Vorführung zur Verfügung. Staunende Blicke ernteten die Männer, die fachmännisch die hydraulischen Rettungsgeräte bedienten.

Während etliche Festbesucher die erfrischenden Wasserspiele genossen, vergnügten sich andere auf dem angrenzenden Spielplatz. Auch die ältere Generation war beim Fest dabei. Partyzelte dienten als Sonnenschutz. Und so konnten die Besucher ganz gemütlich Kaffee und Kuchen, den die Mütter und Großmütter des Ortes gebacken hatten, genießen. "Die Bereitschaft zum Helfen war riesengroß. Dafür bedanken wir uns bei allen", sagte der Wehrleiter.

Ob beim Fest für manchen die Entscheidung fiel, Feuerwehrmann oder -frau zu werden, ist nur zu vermuten. Der Aufruf richtet sich übrigens hauptsächlich an die Kinder. Nachwuchs bei den Diensten mit der blauen Uniform ist immer gefragt. Daher kommt der Jugendfeuerwehr auch eine wichtige Rolle zu. "Unsere Jugendlichen sind meist schon 18 Jahre und dürfen nicht mehr als Jugendmannschaft bei Wettkämpfen antreten. Bei Löschangriffen mussten wir uns schon Jugendliche aus anderen Orten leihen. Uns fehlen die Kinder zwischen 10 und 14 Jahren", erklärte Isensee. "Die Kinder sind unsere Zukunft. Ab zehn Jahre dürfen die Kinder in der Jugendwehr aufgenommen werden", erklärte Kathendorfs Jugendwart Michael Sprenger, der auch die Idee hatte, diesen Feuerwehrtag zu veranstalten.

"Es sieht gut mit der Beteiligung aus. Die Kleinen sind noch ziemlich jung, aber wenn das Interesse besteht, könnte man ja auch eine Kinderfeuerwehr gründen", blickte Isensee voraus.

Der Kinderfeuerwehrtag war eine Art Generalprobe, denn vom 11. bis zum 13. Juli feiert die Kathendorfer Feuerwehr ihr 80-jähriges Bestehen.

 

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