Bebertal l Die Bebertaler besitzen eine junge und engagierte Feuerwehr. Das wurde einmal mehr bei der Feierstunde zum 85. Wehrgeburtstag deutlich. Immerhin sorgen 28 aktive Kameraden dafür, dass die Einwohner ruhig schlafen können. Darüber hinaus gibt es eine Jugendwehr mit 11 Mitgliedern, eine Kinderwehr mit 18 Mitgliedern sowie eine Alters- und Ehrenabteilung mit 24 Mitgliedern.

Anlässlich ihres Jubiläums hatten die Bebertaler Kameraden zu einem Orientierungsmarsch eingeladen. Auf die rund zehn Kilometer lange Strecke mit zwölf Stationen machten sich immerhin 18 Mannschaften. Sieger wurden bei den Kindern die Schackensleber sowie bei der Jugend und den Aktiven die Gastgeber. Die verzichteten mit einer ritterlichen Geste auf den Sieg, der an die Zweitplatzierten aus Ochtmersleben und Bornstedt ging.

Gründer der Wehr genannt

"Die viele Arbeit hat sich gelohnt", bedankte sich Wehrleiter Nico Jerche bei den vielen fleißigen Helfern. Festredner Manfred Bäthge erinnerte an die Gründung der Wehr vor 85 Jahren. "Von denjenigen, die diese Tradition hier vor Ort begründeten, kennt man wohl nur noch die Namen. Im Jahre 1929 waren es Julius Brauns, Arthur Fischer, Gustav Höding, Alwin Krause, Ernst Wohlfahrt und Fritz Voge, die als Gründer der Freiwilligen Feuerwehr in Alvensleben genannt werden. Und was Alvensleben konnte, das wollte natürlich Dönstedt auch - eine eigene Feuerwehr. Und so wird das Jahr 1932 genannt, in dem Herrmann Blume, Walter Friedrichs, Fritz Borchers, Erich Bernick, Gustav Rautmann, Willi Feyer, Walter Ahrenstedt und Otto Widecke auch für Dönstedt die Freiwillige Feuerwehr aus der Taufe hoben."

Anlässlich des Jubiläums wurden einige Kameraden befördert, die Jubilare geehrt sowie die Fluthilfenadel überreicht. Zu den Gratulanten gehörten nicht nur Bürgermeisterin Steffi Trittel und Ortsbürgermeister Tilman Müller, sondern auch Vertreter der Vereine, befreundeter Wehren oder der Kreisfeuerwehrverband.

Bei einem Festakt im Bürgerhaus, umrahmt vom Gemischten Chor, wurde das Dorfjubiläum gewürdigt. Rolf Grobe trug die vom Bebertaler Ehrenbürger Erhard Hampel verfasste Festrede vor. "Länger als 1050 Jahre leben und arbeiten nun Menschen im Tale der Beber, der Biveria, des Biberflusses für ihr täglich Brot, für Wärme und Sattsein in Ställen und Stuben`. Zur Heimstatt des Lebens gestalteten sie ihr Dorf Alvenslevo - Alvensleben und ihr Dorf Tunusteti - Dönstedt, zu denen später der Markt Alvensleben und der Bereich um die über dem Tale gelegene Burg kamen", ging es um die Ursprünge des heutigen Bebertal. So hieß das Dorf nach dem im Jahr 1950 von den Oberen verordneten Zusammenschluss, weil der Name der Grafen von Alvensleben verpönt war und der Name des kleineren Dönstedt nicht akzeptiert wurde.

Nach dem Festakt wurde mit einiger Verspätung - trotz der Regenschauer hatten viele Bürger ausgeharrt - am Rosen-Dreieck ein Gedenkstein enthüllt. Hier hielt Pfarrer im Ruhestand Wolfram Steinacker die Rede. Die Inschrift auf dem Stein, der die nachfolgenden Generationen an den 1050. Dorfgeburtstag erinnern soll, lautet "Der Mensch - er lebt nur kurze Zeit, im Stein jedoch liegt Ewigkeit, und jedes Stück uns offenbart geheimnisvolle Eigenart." Die Gravur des von der ortsansässigen Norddeutschen Naturstein GmbH gestifteten Steines hatte Matthias Zielasko übernommen.

Am Sonntag eröffneten die Schützen mit ihren Böllern weitere Veranstaltungen, darunter ein großes Treffen der Jagdhornbläser.

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