Für das Projekt "Reimwelten und Wortgewusel" hat die Hallenser Schriftstellerin Juliane Blech die Grundschule "Gebrüder Alstein" besucht. Mit rund 100 Erst- bis Viertklässlern veranstaltete sie dort eine Lyrikschreibwerkstatt.

Haldensleben l Wort- und Sprachspiele fördern das Miteinander von Kindern und regen Gedanken über Toleranz mittels des eigenen Spiels mit der Sprache an. Davon ist die Hallenser Schriftstellerin Juliane Blech überzeugt. In dieser Woche war sie zu Gast an der Grundschule "Gebrüder Alstein" und hat dort mit rund 100 Kindern den Umgang mit Sprache geübt.

Ermöglicht wurde das Projekt "Reimwelten und Wortgewusel" unter anderem durch den Lokalen Aktionsplan Börde (LAP), aus dessen Aktionsfonds die Lyrikschreibwerkstatt für Grundschulkinder zum Thema Toleranz gefördert wurde. Der Verein zur Förderung der Kultur- und Heimatpflege Haldensleben sowie der Verein LIBa "Besser essen. Mehr bewegen" unterstützten das Projekt ebenfalls. Juliane Blech arbeitet neben ihrem Schaffen als Kinderbuchautorin, Dichterin und Dramatikerin seit Langem im Rahmen von Projekten in Schulen und Kindergärten und hält vielerorts Lesungen für Kinder und Erwachsene. Die Autorin, die der Kulturbeirat des Landes Sachsen-Anhalt vor einigen Jahren als Stipendiatin auf Schloss Hundisburg ausgewählt hatte, ist bekannt für ihre lustig-schrägen Kindergedichte und ihre Art, Kinder zu begeistern und mitzunehmen in neue Gedankenfreiräume.

Das bewies sie zwei Tage lang auch in der Grundschule "Gebrüder Alstein" in Haldensleben. Die Kinder konnten dort eine echte Schriftstellerin kennenlernen und bekamen zeitgenössische Gedichte zu hören, die in unterschiedlicher Weise das Thema Toleranz zum Inhalt hatten.

Die Mädchen und Jungen wurden angeregt zum eigenen Schreiben sowie zur Präsentation von Texten über andere Kulturen und Lebensweisen. In der Lyrikschreibwerkstatt erfuhren sie auch viel über Rhythmus und Klang. Im Gespräch mit Juliane Blech ging es um Themen aus dem Lebensalltag der Kinder, ihre Erlebnisse und Beobachtungen.

"Das Projekt hat bei den jungen Teilnehmern Ausdruck, Konzentration und Wahrnehmung gekräftigt, bei ihnen die Lust am Lesen und Schreiben geweckt und somit die Kompetenz zur Bewältigung von Lebenssituationen gestärkt", meint Renate Schmidt vom Verein zur Förderung der Kultur- und Heimatpflege Haldensleben.

In Form einer Werkstatt bot das Projekt Freiräume, die im Unterricht oft nicht entstehen können. Räume, in denen sich die Schülerinnen und Schüler lesend, schreibend und diskutierend mit Texten befassten, Assoziationen wachgerufen wurden. Bei einem Alphabet-Spiel ging es zum Beispiel um Wortsuche, Zungenbrecher-Verse forderten zum vergnüglichen Ausprobieren heraus und förderten auf besondere Art das Sprachvermögen.

"Entstanden sind Texte über Toleranz, Akzeptanz und das Vermeiden von Ausgrenzungen, die auch die Gedankenwelt der Kinder widerspiegeln", so Renate Schmidt zum Anliegen des im Rahmen des Bundesprogrammes "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" durch den LAP Börde geförderten Projektes. Im November ist an der Grundschule eine Präsentation der Ergebnisse des Projekts vor Eltern und Großeltern geplant.