Gelebte Integration wird bei der Lebenshilfe Ostfalen groß geschrieben. Bestes Beispiel dafür war das jüngste Sommerfest der Einrichtung in der Hafenstraße. Hunderte Besucher mit und ohne Behinderung feierten gemeinsam eine bunte Party im Herzen der Stadt.

Haldensleben l Lange Zeit vor der offiziellen Eröffnung des diesjährigen Sommerfestes der Lebenshilfe Ostfalen strömten schon die Besucher auf das Gelände der Einrichtung in der Hafenstraße. Ein buntes Dorf aus Zelten, Buden, Ständen und einer Hüpfburg hieß die Gäste willkommen. Als dann der stellvertretende Bürgermeister Henning Konrad Otto das Fest eröffnete, drängten sich bereits Hunderte vor der Bühne und an den Ständen.

"Ich fahre hier jeden Tag vorbei, aber heute bin ich zum ersten Mal hier auf dem Gelände. Und ich muss sagen: Das ist schon toll, so ein Sommerfest mitten in der Stadt", sagte Otto. Passend dazu hatte die Lebenshilfe in diesem Jahr ihr Fest auch unter das Motto "Mittendrin statt nur dabei" gestellt. "Wir haben letztes Jahr angefangen, unser Sommerfest hier in der Hafenstraße zu feiern und nicht in unserer Einrichtung in Hundisburg", erklärt Heike Schich, die Leiterin der Lebenshilfe-Werkstätten. "Wir wollten näher an die Menschen ran und integrativ feiern." Und dieser Plan ist auch in diesem Jahr aufgegangen. Am Ende des Tages konnte Schich auf fast 1000 Besucher verweisen, die bis in den Abend hinein gemeinsam feierten.

Henning Konrad Otto sagte, für ihn sei das Sommerfest der Lebenshilfe immer so etwas wie der "inoffizielle Auftakt der Sommeraktivitäten in der Stadt". "Ich bin schon gespannt, was ich hier heute alles zu sehen kriege", sagte der stellvertretende Bürgermeister, bevor er sich selbst ins Getümmel stürzte. Und Otto wurde nicht enttäuscht. Das Angebot war ebenso abwechslungsreich wie vielfältig: Die Feuerwehr war mit ihrer Kübelspritze vor Ort, an der sich die Besucher im Löschen üben konnten. Die Mitarbeiter des Hauses des Waldes fuhren mit ihrem Waldmobil vor. Der HSC hatte sportliche Angebote für Groß und Klein im Gepäck. Auf einem kleinen Trödelmarkt konnten alte Schätze gehoben werden. Aus Filz, Papier und weiteren Materialien konnten sich kleine Designer etwas zusammenbasteln.

Akrobat und Feuerkünstler Bill Frank hatte nicht nur seine Familie, sondern auch einen ganzen Streichelzoo im Gepäck. Mit Ziegen, Kaninchen und sogar einer riesigen Schlange konnten Neugierige auf Tuchfühlung gehen. Spektakulär wurde dann aber Bill Franks Auftritt auf der großen Showbühne: Egal, ob er das Feuer in seinem Hals erstickte oder es aus seinem Mund spuckte, ein Raunen ging stets durch das Publikum. Ein wunderbares Kontrastprogramm hatten die Kinder der Kita "Rappelkiste" zuvor auf die Bühne gebracht. Während sie sangen und tanzten, kam immer mehr Bewegung in das Publikum, bis am Ende die Knirpse auf der Bühne gemeinsam mit allen Zuschauern hüpften, sich drehten und umhertanzten.

Zu Recht zog Heike Schich nach dem Fest ein rundum zufriedenes Fazit vom diesjährigen Sommerfest: "Wir sind sehr glücklich mit dem Verlauf. Es war ein tolles Programm und viele Besucher. Und auch der Regen hat einen großen Bogen um die Lebenshilfe gemacht."

   

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