Rückblick auf 2010 und Ausblick auf 2011 bestimmten den Bürgerempfang in Hundisburg am Sonnabend. Erstmals wurde im Ortsteil eine Ehrenplakette verliehen. Mit dieser neuen Plakette aus weißem Ton wurde Ilse Senff ausgezeichnet. Vereine und Organisationen trugen zum Gelingen des Empfangs bei.

Hundisburg. Der mittlerweile vierte Hundisburger Bürgerempfang zum neuen Jahr fand am Sonnabend wieder in der Räuberhöhle statt. Der Bürgermeister des Haldensleber Ortsteils, Josef Franz, freute sich über das rege Interesse daran. Und auch Henning Konrad Otto als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Haldensleben lobte die Anteilnahme und resümierte einige wichtige Punkte, bevor Josef Franz einen kompletten Rückblick auf das vergangene Jahr vortrug. Darin waren sowohl geplante Veranstaltungen des Jahres 2010 als auch unvorhersehbare Ereignisse aufgeführt.

"Am 21. Mai stürzte aufgrund der starken Regenfälle die Schlossmauer entlang der Auffahrtstraße in einer Breite von 20 Metern ein", nannte Josef Franz beispielsweise als Vorkommnis des vergangenen Jahres und fügte hinzu: "Zum Glück ist niemandem etwas passiert, und die Mauer war bald wieder errichtet."

Zur Unterstützung der einzelnen Punkte hatte Ortschaftsratsmitglied Otto Harms eine Diashow mit Bildern vorbereitet. Und so hatten die Gäste der Bürgerversammlung auch visuelle Erinnerungen an das Höhenfeuerwerk beim Reservistenkonzert im Schlosspark, an den Tag der offenen Tür bei der Hundisburger Feuerwehr, an die Seniorenweihnachtsfeier oder die Fahrt der Andreasgemeinde in das Kloster Helfta bei Eilsleben.

Josef Franz wies auch auf viele traditionelle Termine des Ortes hin, die natürlich auch 2010 nicht gefehlt hatten. Das Dampfspektakel in der Ziegelei, das dort stattfindende Keramiksymposium und das Hubertuskonzert in der Andreaskirche waren genauso darunter wie die Obsttage und der Weihnachtsmarkt auf dem Schlosshof, das Oldtimertreffen oder die Sommermusik-akademie.

Auch, dass im vergangenen Jahr 145 Silberkarpfen im Steinbruchsee dem Winter zum Opfer fielen, erwähnte Franz und lobte später die Ortsfeuerwehr, die im Juli 2010 gemeinsam mit den Haldensleber Kameraden einen Flächenbrand am Steinbruch löschte.

Die Rekonstruktion der Barockmalereien im Hundisburger Schloss fand genau so großes öffentliches Interesse wie die Öffnung einer Siedlung der Trichterbecherkultur und von Großsteingräbern. Und auch Ereignisse, die viele Hundisburger direkt betrafen, wurden verlesen. Darunter war die Konfirmation von vier Jugendlichen und die von der Naturschutzbehörde genehmigte Sichtschneise im Landschaftspark, zu der es im Vorfeld kontroverse Ansichten gab.

Die Vergabe der Gasversorgung an die Stadtwerke Haldensleben und die damit verbundene Verlegung einer neuen Leitung nach Hundisburg fand Josef Franz ebenso nennenswert.

In seinen Ausführungen erwähnte er auch Marion Nier als neue Leiterin der Ziegelei und Frank Keitel als neuen Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hundisburg. Dieser stellte sich bei diesem Bürgerempfang anschließend selbst noch vor. Und auch auf Andreas Marx, der seit Kurzem die Tischlerei Gadau führt, und den Fotografen Thomas Lein als neue Jungunternehmer wies Ortsbürgermeister Josef Franz hin.

Mit der ersten Hundisburger Ehrenplakette wurde Ilse Senff für ihr Engagement im Gemeinschaftsleben ihres Heimatortes ausgezeichnet. Josef Gärtner hielt eine Laudatio auf die Hundisburgerin, und Madeleine Storaczek untermalte die Ehrung mit ihrem Gitarrenspiel.

Der Hundisburger Männerchor "Brüderlichkeit" und die Theatergruppe der Lebenshilfe Ostfalen trugen mit ihren Auftritten ebenfalls zur Abrundung des Bürgerempfanges bei. Edith Mahlow brachte die Gäste zum Schmunzeln. Sie trug einen Jahresrückblick in Versen über ihre Selbsthilfegruppe Rücken-fit vor.

Beim gemeinsamen Essen tauschte man sich zum Abschluss des Bürgerempfanges noch über die eine oder andere Erinnerung an das vergangene Jahr aus und schaute im neuen Hundisburger Veranstaltungskalender nach, was das neue Jahr so alles mit sich bringen wird.

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