360000 Euro geben die Wohnungsbaugesellschaft und die Wohnungsbaugenossenschaft "Roland" zusammen aus, um die Fassaden der Wohnblöcke an der Köhlerstraße zu sanieren und die Balkonbrüstungen zu erneuern. Mehr als 300 Menschen leben in den 150 Wohnungen.

Haldensleben l Marion Lorenzen sitzt auf ihrem Balkon an der Köhlerstraße. Seit sechs Jahren wohnt sie hier. Und sie freut sich über die Veränderungen, die sich seit einigen Jahren vollziehen. Sie schaut auf eine gepflegte Grünanlage, und hier hinter dem Haus gibt es seit 2012 zusätzliche Parkplätze. In dem Blumenkasten an der Balkonbrüstung blühen Geranien. Dieselben Kästen einschließlich Halterung hängen an allen Balkonen.

Als die Parkplätze fertig waren, besprach Harald Schmidt, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Haldensleben (Wobau), mit Wolfgang Kaiser, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) "Roland", dass es doch sinnvoll wäre, nun auch gleich noch die Fassaden der Häuser zu erneuern. Die Balkonverkleidungen waren auch in die Jahre gekommen. "Und wir haben uns gesagt, wenn wir die Balkone anfassen, dann soll es gleich richtig werden, die Kästen sind sicher, da kann nichts runterfallen", sagt Harald Schmidt. Marion Lorenzen gefallen die einheitlichen Blumenkästen. Die einzelnen Eingänge sind farblich unterschiedlich gestaltet. "Jetzt ist es viel schöner", bekräftigt auch Keven Ludwig, der gerade aus dem Fenster sieht. Der junge Mann wohnt seit 13 Jahren an der Köhlerstraße.

Während die Rückfront mit den Balkonen schon fertiggestellt ist, wird an der Straßenseite noch gearbeitet. 150 Wohnungen umfassen die Blöcke. Ein Teil gehört der Wohnungsbaugesellschaft, der andere Teil der Wohnungsbaugenossenschaft "Roland". Die Arbeiten an den Fassaden haben beide Unternehmen gemeinsam angepackt. Genauso wie zuvor die zusätzlichen Parkplätze hinter der Häuserreihe ausgebaut wurden.

Es sei ein tolles gemeinsames Arbeiten, sagt Wolfgang Kaiser. Bei den Parkplätzen lag die Bauleitung bei der WBG, jetzt bei den Fassaden läuft alles in Regie der Wobau. Und weil beide Unternehmen schon einmal dabei waren und die Häuserzeile komplett in Angriff nahmen, holten sie die Stadt auch noch mit ins Boot, denn die Straße vor den Häusern war ziemlich desolat.

Auch von dieser Seite gab es keine Probleme, versichert Harald Schmidt. Die Stadt hat sofort mitgezogen. Die Straße wird voraussichtlich im August fertig werden. Und auch die Stadtwerke haben sich eingebracht und die Fassade des Heizhauses streichen lassen, so dass alles rundum ansehnlicher wird.

Ganz in der Nähe steht jetzt eine farblich abgestimmte Fertigteilgarage. Ein Mieter hatte unter seinem Balkon nämlich einen Verschlag für seinen Rollstuhl. Der Verschlag ist jetzt verschwunden, dafür wurde die Fertigteilgarage aufgestellt, die auch andere Interessenten nutzen können. Und sie hat auch einen Stromanschluss, so dass ein elektrischer Rollstuhl hier aufgeladen werden kann, erläutert Heino Mewes, Technischer Leiter der Wobau.

360000 Euro haben beide Wohnungsunternehmen zusammen in die Fassadengestaltung investiert. "Und das wird nicht auf die Miete umgelegt", betont Wolfgang Kaiser, Harald Schmidt stimmt ihm zu. 280000 Euro hatten die zusätzlichen Stellplätze gekostet, davon waren allerdings 80000 Euro Fördermittel. Die Fassaden haben die Unternehmen ohne Zuschüsse finanziert. Wolfgang Kaiser und Harald Schmidt freuen sich, dass das Vorhaben so gut gelaufen ist.

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