Die Haldensleber Stadtrezeption ist umgezogen, vom Innovationszentrum in Althaldensleben in das Stadtzentrum, in die Hagenstraße. Direkt im Herzen der Stadt soll sie Bindeglied zwischen Unternehmen und Fachkräften sein und für Haldensleben als Arbeits- und Wohnort werben.

Haldensleben l Die Stadtrezeption ist nun dort angekommen, wo sie auch hingehört: Ins Zentrum der Stadt. Seit gestern öffnen Projektleiterin Katharina Luther und ihre Mitarbeiterin Lisa Sens wochentags in der Hagenstraße1 das "Wohnzimmer der Stadt Haldensleben" für alle Neu-Haldensleber und solche, die es werden wollen.

Bislang begrüßte das Rezeptionsteam die Besucher im Innovationszentrum in Althaldensleben. Vom Umzug ins Stadtzentrum versprechen sich die Beraterinnen und Heidi Werner, Geschäftsführerin des RKW Sachsen-Anhalt, eine Zunahme der Beratungen für Fachkräfte und Unternehmen. Aufgabe des RKW, das gemeinsam mit der Stadtverwaltung das Projekt Stadtrezeption ins Leben gerufen hat, ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes zu stärken. Auf überbetrieblicher Ebene entwickelt das RKW daher gemeinsam mit Unternehmen, Sozialpartnern, Wissenschaft und Politik Lösungen für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - wie eben eine Stadtrezeption.

Seit dem Projektstart im April des vergangenen Jahres wurden 66 Beratungsgespräche vor Ort geführt. Schwerpunkte sind die Beratung von Fach- und Arbeitskräften zu Wohnungs- und Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung, Kindertagesstätten und Schulen sowie Kultur und Freizeit. "Unsere derzeitige Zielgruppe sind spanische Fachkräfte aus der Region Valencia", erklärt Heidi Werner. Eine mehr als zehnjährige Partnerschaft verbindet Sachsen-Anhalt mit der Mittelmeer-Metropole, und die Landesregierung wirbt dort verstärkt um hoch qualifizierten Fachkräfte, die auf dem spanischen Arbeitsmarkt derzeit kaum eine Anstellung finden. Wogegen deutsche Unternehmen händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften suchen.

"Die Beratung qualifizierter Fach- und Führungskräfte aus dem Ausland umfasst neben vertieften Neubürgerinformationen ein individuelles Beratungsangebot in Form der Vermittlung notwendiger Kontakte zu Behörden oder konkreten Ansprechpartnern. Wir helfen aber auch bei der Wohnungssuche und Behördengängen", sagt Katharina Luther. "Wir wollen ihnen das Ankommen erleichtern, damit sie hierbleiben."

Als eine "Willkommensagentur" sieht Stadt-Pressesprecher Lutz Zimmermann die Stadtrezeption. Sie sei kein Bürgerbüro mit anderen Mitteln und auch keine Tourist-Information, macht er deutlich. "Eine solche Schnittstelle ist wichtig für Unternehmen, die Fachkräfte suchen. Die können sich ja aussuchen, wo sie arbeiten. Mit der Stadtrezeption helfen wir den Firmen bei der Mitarbeitergewinnung", sagt er. Denn oftmals hätten kleine und mittelständische Unternehmen weder die Zeit noch die notwendigen Informationen, potenzielle Arbeitskräfte ausführlich auch über den Wohnort Haldensleben beraten zu können.

Mit der Stadtrezeption ist Haldensleben einmal mehr ein Modellprojekt gelungen. "Wir versuchen, dieses Projekt auch auf andere Regionen in Sachsen-Anhalt zu übertragen", unterstreicht Heidi Werner die Haldensleber Vorbildfunktion. Derzeit sei das RKW dabei, in der Region Aschersleben ein ähnliches Vorhaben umzusetzen, so die Geschäftsführerin.

Stadtrezeption Haldensleben, Hagenstraße 1, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 16.30 Uhr, Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr; Telefon 03904/499308, Fax: -499380; Ansprechpartner Katharina Luther (k.luther@stadtrezeption-haldensleben.de) und Lisa Sens (l.sens@stadtrezeption-haldensleben.de); im Internet unter www.stadtrezeption-haldensleben.de.