Der Süplinger Berg hat sich gemausert. Das Wohngebiet zeigte sich beim Stadtteilspaziergang von seiner schönsten Seite und bot kaum Kritikpunkte.

Haldensleben l "Eine solche Begehung haben wir uns alle zwei Jahre vorgenommen, und es freut mich, dass wieder so viele gekommen sind", begrüßte Haldenslebens Bürgermeister, Norbert Eichler, nicht nur die Bewohner des Stadtteils, sondern auch Vertreter der Wohnungsunternehmen, Energieversorger, Polizei, Ordnungsamt, Stadtverwaltung und einige Stadträte.

Vier Jahre liegen mittlerweile zwischen dem ersten und dem jüngsten, dem dritten Stadtteilspaziergang auf dem Süplinger Berg. Und seitdem hat sich eine Menge getan. Von den Kritikpunkten, die im Jahr 2010 von zahlreichen Bewohnern angeführt wurden, gibt es mittlerweile keine mehr. Zumindest wurden sie am vergangenen Dienstag nicht angesprochen. Bis auf einen fehlenden Sandkasten vor dem dritten U-Block - der untere der beiden am Waldring - gab es keinen Wunsch nach Veränderungen und Verbesserungen.

Allerdings verändert sich das Gesicht des Wohngebiets ständig. Davon konnten sich die Teilnehmer am Stadtteilspaziergang mit eigenen Augen überzeugen. So beispielsweise an den beiden Großbaustellen Grundschule "Erich Kästner" und Evangelische Sekundarschule. Die beiden Bauten aus DDR-Zeiten werden von Grund auf saniert und modernisiert. Beide Bauvorhaben sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Als Hauptanlaufstelle für Kinder, Jugendliche und junge Familien haben sich der Kinderschutzbund und die Jugendbegegnungsstätte "Kids Co." entwickelt. Hier war in den vergangenen Jahren viel Geld in die Erneuerung der Außenanlagen gesteckt worden. Knapp 100000 Euro wurden allein bei "Kids Co." verbaut.

Nicht ganz so viel Geld, dafür mehr Farbe ließen sich die Stadtwerke Haldensleben die Verschönerung ihrer Hausanschlussstation kosten. In der Vergangenheit stand der betongraue Klotz mit seinen beschmierten Wänden immer wieder in der Kritik der Anwohner. Mit Fördermitteln aus dem Programm "Soziale Stadt", der Anleitung eines Profi-Sprayers und dem Enthusiasmus der jungen "Kico"-Besucher entstand ein kunterbuntes Graffiti-Werk, das einen tollen Farbtupfer im Wohngebiet setzt.

Überhaupt hält der Süplinger Berg viel Spielraum für den Nachwuchs bereit. Sowohl der Bolzplatz zwischen dem letzten U-Block und dem Waldrand als auch der große Spielplatz am Waldring werden gut angenommen. Letzterer soll nun sogar noch erweitert werden, meinte Kai Reichelt, der als Quartiersmanager über das Förderprogramm "Soziale Stadt" die Entwicklung des Wohngebiets vorantreibt. Die Freifläche zwischen dem Mikadospielplatz und der Stadtwerke-Station soll künftig drei neuen großen Spielgeräten Platz bieten.

25 Jahre nach dem Mauerfall ist Bürgermeister Eichler stolz auf das, was in dieser Zeit auf dem Süplinger Berg geschaffen wurde. "Ich kann mich noch gut an die Situation hier im Jahr 1990 erinnern", sagte er. Als damals frischgewähltes Stadtoberhaupt sei ihm vor allem der Wunsch nach mehr Parkplätzen von den Bewohnern des Süplinger Bergs angetragen worden. "Wir haben aber zunächst einmal für mehr Grün hier gesorgt. Mittlerweile haben wir eine ausgewogene Mischung aus gepflegten Grünflächen und Parkplätzen", stellte Eichler zufrieden fest.

Für ihn sei der Süplinger Berg ein Stadtteil mit einer eigenen Infrastruktur. "Das Wohngebiet hat alles, was man zum Leben braucht", ist er überzeugt.

 

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