Hundisburg. Obwohl Ilse Senff nicht besonders groß und auffällig ist, stand sie beim Hundisburger Bürgerempfang eine ganze Weile im Mittelpunkt des Geschehens. Alle Gäste erhoben sich von ihren Plätzen und spendeten Applaus, als Ilse Senff mit der Ehrenplakette ihres Heimatortes für hervorragendes Engagement im Gemeinschaftswesen ausgezeichnet wurde.

Bürgermeister Josef Franz freute sich sehr, Ilse Senff den Preis zu überreichen. Umrahmt von dem Gitarrenspiel Madeleine Storaczeks hielt Josef Gärtner eine Laudatio für die Preisträgerin.

Dass diese seit 1988 das Hundisburger Schulmuseum leitet, verriet er dabei. "Alles begann, als Ilse Senffs Vater, Otto Senff, 1906 als Seminarreferendar nach Hundisburg zugeteilt wurde", erzählte Josef Gärtner. "Dort war er 52 Jahre im Schulwesen tätig und führte eine vierklassige Volksschule, was damals etwas sehr Besonderes war."

Den Lehrerberuf "erbte" Ilse Senff von ihrem Vater. Sie verriet selbst, dass sie 37 Jahre in der Schule tätig war. "Außerdem lebt meine Familie schon 106 Jahre in dem gleichen Haus", erklärte sie und drückte ihren großen Stolz darüber aus, Hundisburgerin zu sein.

Noch heute begrüßt Ilse Senff die Besucher im Schulmuseum, engagiert sich nach wie vor in der Kirchengemeinde und ist bei vielen Veranstaltungen auf dem Hundisburger Barockschloss dabei, denn sie gehört auch zu den sehr aktiven Mitgliedern des Vereins Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg.

Die Urkunde erhielt Ilse Senff übrigens noch in einer Zweitausgabe – extra in Sütterlin geschrieben, so wie sie es den Gästen im Schulmuseum selbst noch zeigt.

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