Zu seiner konstituierenden Sitzung hat sich der Calvörder Gemeinderat am Donnerstag getroffen. Bürgermeister Volkmar Schliephake hatte bei der Begrüßung die Zukunft der Gemeinde im Blick. Eine Vielzahl von Kleinprojekten und Maßnahmen soll umgesetzt werden, um die Lebensbedingungen in der Gemeinde zu verbessern.

Calvörde l Sechs neue Gesichter hieß Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) im neu gewählten Gremium willkommen, als sich der Gemeinderat am Donnerstagabend zur konstituierenden Sitzung traf. Für die Verfechter der Frauenquote gab es eine gute Nachricht. Zuvor hatte es nur eine Frau im Rat gegeben. Neu gewählt sitzen Heidemarie Schweickert (CDU) und Heidelore Gödicke (FDP) am Ratstisch. "Wir konnten so die Quote um 100 Prozent steigern. Das tut unserem Gemeinderat sicher gut - allein wegen der Besonnenheit und Sachlichkeit der Frauen", schilderte Schliephake.

Während Gerhard Reinecke (CDU), Robert Becker (CDU), Bernd Zimmermann (CDU), Marcel Hoppe (Die Linke), Wolfgang Lindner (SPD), Hartmut Sonnenschein (SPD), Otto Herms-Knake (SPD), Hubertus Nitzschke (FUWG), Manfred Eggeling (FUWG) und Thomas Lange (FUWG) schon in der vergangenen Legislaturperiode mitbestimmten, werden sich Heidemarie Schweickert (CDU), Heidelore Gödicke (FDP) Dirk Dietz (Die Linke), Ingo Lüer (SPD), Ottmar Schmicker (FUWG) und Lothar Müller (FUWG) als neue Ratsherren für die Belange der Gemeinde einsetzen.

Als an Jahren ältestes Mitglied im Rat hatte Herms-Knake die Aufgabe, die Gemeinderatsmitglieder auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer ehrenamtlichen Aufgabe zu verpflichten. Im Nachhinein berufen wird Nitzschke, da er an diesem Abend verhindert war.

Die Geschäftsordnung für den Gemeinderat zur Regelung seiner inneren Angelegenheiten wurde mehrheitlich beschlossen, um "handlungs- und arbeitsfähig" zu sein, wie Bürgermeister Schliephake sagte. Allerdings behielt er sich vor, dass die Geschäftsordnung noch einmal ergänzt und angepasst werden müsste, wenn die neue Kommunalverfassung des Landes Sachsen-Anhalt das erfordern würde.

Schliephake schlug vor, dass Wolfgang Lindner sein Stellvertreter wird. Lindner habe in diesem Amt eine lange Erfahrung und seine Aufgaben immer gut gemeistert. "Lindner hat als Rentner Zeit, um Termine zu übernehmen, die ich selbst als Berufstätiger nicht wahrnehmen kann. Außerdem ist er Bewohner von Calvörde, dem von der Einwohnerzahl größten Ortsteil der Gemeinde", begründete der Bürgermeister, der selbst in Grauingen wohnt.

Als einziger Kandidat wurde Lindner bei einer offenen Wahl einstimmig bestimmt. Er bedankte sich beim Rat für das Vertrauen. Ebenfalls offen wurden die Mitglieder der drei Ausschüsse, die aus Gemeinderäten und sachkundigen Einwohner bestehen, gewählt.

Der Bürgermeister möchte für die Zukunft eine respektvolle, sachliche und kooperative Zusammenarbeit im Gemeinderat und in den Ausschüssen. "Ich wünsche uns eine lebendige Streitkultur, denn auch unterschiedliche Auffassungen können Motor der Entwicklung sein. Im Fokus sollte jedoch der Wählerauftrag sein. Das heißt, Entscheidungen im Interesse der Gemeinde und zum Wohl der Bürger zu treffen", sagte Schliephake und verwies auf das Leitbild der Gemeinde.

Schwerpunkte für die Zukunft sei neben der Stabilisierung der Finanzen als Kernaufgabe, Vorhaben, die nur in kleinen Schritten verwirklicht werden können. Dazu gehört unter anderem der Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses in Elsebeck.