Mit einem furiosen zweiten Festwochenende ist am gestrigen Sonntag die 1000-Jahr-Feier in Oebisfelde zu Ende gegangen. Höhepunkt war der lange Umzug, an dem hunderte Oebisfelder teilnahmen.

Oebisfelde l Gut gelaunt starteten die Oebisfelder und ihre Gäste bereits am Freitagabend in das zweite Festwochenende ihrer 1000-Jahr-Feier. Als die deutsche Nationalmannschaft mit einem Sieg über die Franzosen in das WM-Halbfinale einzog, jubelten zahlreiche Fußballbegeisterte vor der Hauptbühne am Dämmchen, wo das Spiel beim Public Viewing gezeigt wurde.

Zur gleichen Zeit bauten die letzten Händler auf dem Mittelaltermarkt ihre Buden auf. Die Walbecker Turmfalken und ihre Freunde sowie verschiedene Ritterheere füllten die großen Grünflächen am Dämmchen komplett aus. Sie hatten nicht nur Gaukler und verschiedene Musikgruppen dabei, die die Gäste mit alten Weisen und witzigen Aktionen unterhielten. Handwerker zeigten zudem mittelalterliche Gewerke, außerdem standen mehrere Verkaufsstände mit thematisch passenden Waren. Für die Kleinsten hatten die Turmfalken außerdem Spiele und Sportarten vorbereitet. Sie konnten sich von kühnen Rittern und Kämpfern in die Künste des Bogenschießens und des Schwertkampfes einweisen lassen.

Festumzug war Höhepunkt der 1000-Jahr-Feier

Viele Fans schauten sich am Freitag auch das Konzert der Band "Suzen`s Garden" an, deren Mitglieder teils aus Oebisfelde stammen. Allzu lange feierten einige Oebisfelder nicht, denn der Höhepunkt des Stadtgeburtstages sollte am Sonnabendnachmittag bestritten werden. Bereits ab 13 Uhr füllten sich allmählich mehrere Straßen am Gehege. Im Apfelweg, der Erich-Weinert-Straße und der Heinrich-Heine-Straße nahmen mehrere hundert Teilnehmer Aufstellung, die sich an dem großen Festumzug zur 1000-Jahr-Feier beteiligten. Zunächst gab es hier und dort Verständigungsschwierigkeiten - einige Gruppen wussten nicht genau, wo sie sich versammeln sollten.

Beantworten konnten diese Fragen allerdings schnell die freiwilligen Helfer, die an mehreren Posten standen und ganz genaue Pläne zur Verfügung hatten. Auf das heiße Wetter, unter dem die Teilnehmer in ihren historischen Kostümen teilweise zu leiden hatten, war die Arbeitsgruppe, die den Festumzug geplant hatte, vorbereitet. So wurden etliche Getränkekisten ausgeteilt. Die Teilnehmer verbrachten die Wartezeit bis zum Beginn des Umzuges im Schatten, um sich zu schonen. Währenddessen stellten sich die Oebisfelder, die an der Schillerstraße, der Stendaler und Gardelegener Straße sowie den anderen Straßen wohnen, durch die der Festumzug führte, Gartenstühle und Sonnenschirme zurecht. Alle Wege waren durch Zuschauermassen gesäumt, die schließlich jubelten, als der Festzug um 14 Uhr durch die Straßen zog. Die Teilnehmer hatten nicht nur historische Schaubilder vorbereitet, die beispielsweise die ersten Siedler in der Gegend, eine Bauernhochzeit von 1850, den Bau der Schule in der Schulstraße oder das Leben in der DDR zeigten. Auch etliche Vereine, die aus allen Teilen der Stadt Oebisfelde-Weferlingen und auch aus Partnergemeinden wie der polnischen Stadt Lidzbark kamen, zeigten sich in einmaligen Fahrzeugen und Kostümen. Mit der Gruppe "Spirit of Smokie" und einem Feuerwerk ging die 1000-Jahr-Feier am Sonntag zu Ende.

Weitere Bilder gibt es im Internet auf der Seite www.volksstimme.de/kloetze

   

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