Für 33 Jugendliche endete am Sonnabend ihre zwölfjährige Schulzeit. Sie erhielten ihr Reifezeugnis im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Weferlingen und feierten das ausgelassen mit ihrem Abi-Ball.

Weferlingen l Im Rahmen einer Feierstunde erhielten die 33 Absolventen des Abiturjahrganges 2013/14 am Sonnabend in der Alten Turnhalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Weferlingen ihre Abiturzeugnisse überreicht.

Vor einer schwierigen Entscheidung hätten die Eltern 2006/07 gestanden, als es darum ging, ob ihr Kinder nach der Grundschule als weiterführende Schule das Gymnasium besuchen sollte, sagte Schulleiterin Kornelie Wahner-Willems in ihrer Festansprache. Viele Fragen seien damals noch offen gewesen: Wie wird sich mein Kind entwickeln? Habe ich genügend Zeit und Geduld, meinem Kind zu helfen? Sind Lob und Tadel ausgewogen?

Mit der Fabel vom Fuchs und den Trauben versuchte die Schulleiterin ausführlich, den leistungsmäßig durchwachsenen Jahrgang zu charakterisieren. "Will man Glück einfordern, muss man sich selbst bemühen, die Tür aufzustoßen", so Kornelie Wahner-Willems. Oft hätten die Lehrer viel Arbeit und Mühe investieren müssen, um Fachinhalte zu vermitteln und das Leistungsvermögen der Schüler anzuregen und einzufordern. Nicht alle Abiturienten des Jahrganges konnten den Abschluss schaffen.

Die Jugendlichen zeichneten sich allerdings durch überdurchschnittliches Engagement in den außerschulischen Angeboten aus. 13 von ihnen erhielten Auszeichnungen, weil sie über Jahre in der Theatergruppe aktiv waren, die Schülerzeitung mit gestalteten, Schulveranstaltungen umrahmten, die Schul-Homepage auf Vordermann gebracht hatten oder im Schülerrat und im Jugendkreistag aktiv waren.

Als Schülervertreter verabschiedete Albrecht Bock die Abiturienten. "Vor zwölf Jahren begann alles mit einer Schultüte, größer als ihr selbst", sagte der Schülersprecher. Seither seien viele Herausforderungen gemeistert worden. Ehrgeiz und Wille hätten so manche Hürde überwinden lassen. Doch mit dem heutigen Tag sei noch längst nicht das Ende der Reise erreicht, lediglich ein Zwischenstopp auf dem Weg zu den nächsten Herausforderungen werde nun eingelegt.

"Es ist erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn man sich nicht drum kümmert." Dieses Zitat stellte Nick Kloß an den Anfang seiner Dankesrede der Abiturienten. Er verglich seinen Jahrgang angesichts der noch laufenden Fußball-Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalelf. "Wir sind nicht gerade die Favoriten, haben es aber durch Gemeinschaft, Zähigkeit und Sturheit bis zum Ziel geschafft", sagte Nick Kloß unter dem Jubel und Applaus seiner Mitschüler. Die Lehrer und Tutoren hätten sich im Unterricht oftmals die Zähne an ihnen ausgebissen, doch "als organisatorische Energiebündel waren wir immer da und haben gezeigt, wir können etwas", sagte der Absolvent.

Als ihre Fans bezeichnete er die Eltern, die mit Buh-Rufen, Pfiffen und Bengalos, aber auch mit Lob anspornten und motivierten.

Einige treue Mitglieder hätten den Jahrgang vorzeitig verlassen müssen, doch letztendlich können all jene, die heute hier sitzen, sich an den Erfolgen und Ergebnissen freuen. "Wir waren organisatorisch aktiv und vielfältig", richtete Nick Kloß seine abschließenden Worte selbstkritisch, aber auch voller Stolz an die Schulleitung: "Letztendlich hatten wir es doch ein wenig drauf!"

Die Feierstunde zur Zeugnisübergabe zeichnete sich durch ein gelungenes kulturelles Rahmenprogramm aus. So rezitierte Sarah Cherubim Phil Brosmans nachdenklich stimmendes "Du lebst nur einen Tag: Heute!". Gesanglich und instrumental überzeugten Pia Maaß, Josefin Meyer, Imke Kruse, Eric Metzner, Lena-Kati Scharnhorst, Martin Schliephake, Hanna Kloß, Viktor Jarek und Pascal Voss.

Beim abendlichen Abi-Ball im Haus der Generationen und Vereine bewiesen die Jugendlichen ihre Talente. Zwei Jahre hatten sie mit der Vorbereitung dieses Höhepunktes zugebracht und ihn natürlich noch mit einem eigenen Programm gespickt.

   

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