Noch nie auf einem Open-Air-Festival gewesen? Alles schon wieder vergessen? Damit Euer Festival-Sommer kein Reinfall wird, gibt es für fast jedes Open-Air Tipps und Tricks, damit alles klappt und nichts vergessen wird. Für das RudE gibt es ein Festival-Abc.

A wie Anreise: Klar, die Anreise ist schon das erste Highlight. Was wäre denn ein Festival ohne eine Spontan-Party am Stauende? Ansonsten funktioniert eine Anreise nach einem ganz klassischen Rezept: Man nehme ein altes Auto, die vier besten Freunde, coole Mucke und die Campingausrüstung. Alles zusammen wird dann in das Auto gequetscht und los geht es!

B wie Bändchen: Bekommt Ihr beim RudE-Festival, nachdem Ihr Euer gültiges Festival-Ticket eingelöst habt. Eigentlich ist das Bändchen dazu da, dass Ihr das Festivalgelände verlassen und jederzeit wieder betreten könnt. Kleiner Tipp: Nach dem Festival das Bändchen aufheben, eignet sich gut zum Flirten ("Ach, du warst auch da??"). Aber bitte die Bändchen nicht zu lange am Arm behalten, sonst droht der Wolle-Petry-Effekt.

C wie Campinkocher: Explodiert erfahrungsgemäß schon nach der zweiten Dose Ravioli, ist daher nicht unbedingt empfehlenswert. Verköstigt werdet Ihr beim RudE in Bertingen sowieso. Für Selbstesser: Wie wär es mit handelsüblichen Einweg-Grills? Das geht schnell und sichert den notwendigen Fleischanteil bei der Nahrungsaufnahme.

D wie Dixie-Klos: In den kleinen Kunststoff-Toilettenhäuschen gilt das Gleiche wie beim Free-Climbing: Niemals nach unten schauen!

E wie Erbrechen: Hmm, doch nach unten geschaut? (siehe Dixie-Klos)

F wie Feuer: Klar, offenes Feuer ist auch in Bertingen verboten. Wozu auch, wird ja beim Tanzen heiß genug.

G wie Grillen: Absolut erlaubt mit handelsüblichen Grills oder Einweggrills. Kommt auch in Bertingen gut an, vermindert ja die Explosionsgefahr. (siehe Campingkocher)

H wie Hunger: Kommt vor. Tipp: Einfach mal was essen. Wenn das nicht hilft, ruhig noch mehr essen, dann geht es wieder!

I wie Iltis: Auch Stinktier oder Stinkmarder genannt. Der Geruch des Tieres gleicht dem eines heimgekehrten Festival-Besuchers. Vorsicht: Bertingen ist Waldgebiet und es ist gerade Jagdsaison!

J wie Jippiejippijaaah: Damit ist eigentlich alles gesagt.

K wie Körperpflege: In dieser heiligen Zeit gilt: Schwamm drüber!

L wie Luxus: Bekommt beim Festival eine völlig neue Bedeutung: Fängt beim Dreimann-Zelt an und hört damit auf, dass die eigene Zeltwand noch nicht vollgekotzt ist.

M wie Müllsack: Ist dem Namen nach zur Entsorgung von Müll da, wird aber schnell zu Regencape, Abdeckplane oder Klamottentüte umfunktioniert, wenn es regnet. Achtung: Vorher Müll rausnehmen oder lieber mehr davon einpacken. Sicher ist sicher.

N wie Nässe: Kommt öfter vor. Was soll`s. Aufhören zu meckern und das Wetter Wetter sein lassen. Wann kann man sich schon mal so herrlich im Schlamm wälzen, ohne komisch angeguckt zu werden?

O wie Ohrenstöpsel: Müssen einfach ins Ohr, sonst piept es irgendwann. Mittlerweile werden die gelben Proppen aber auch schon bei den Veranstaltungen verteilt. Keine Angst: Man hört schon noch was, sonst wär es ja blöd!

P wie Privatsphäre: Nee, nicht auf einem Festival. Wer aber absolut nicht ohne kann, muss einen hohen Preis dafür bezahlen. (siehe Dixie-Klo)

Q wie Quadrizeps-Sehnenriss: Ereignet sich meist beim Stolpern oder beim Versuch, den Sturz mit leicht gebeugtem Bein aufzufangen. Deshalb immer schön auf die Zeltschnüre achten. Achtung: Promille und Dunkelheit verdoppeln das Stolper-Risiko! Also Taschenlampen-App bereithalten und dabei den Akkuzustand des Handys im Auge behalten!

R wie Ravioli: Das ist der absolute Catering-Klassiker aus der Dose. Nichts ist so lecker wie eine ordentliche Portion Dosen-Ravioli. Schmeckt übrigens aus kalt. (siehe Campingkocher).

S wie Schlaaaamm! Entsteht meist in Zusammenhang mit Regen, kann aber auch künstlich hergestellt werden, wenn das Gelände absichtlich unter Wasser gesetzt wird. Sinn des Ganzen: Massenschlammschlachten, Schlammcatchen und Autos-aus-dem-Schlamm-ziehen.

T wie Tickets: Klaro, ohne Tickets, kein Festival!

U wie Ungeziefer: Ist da.

V wie Vordrängeln: Am besten im 30-Grad-Winkel zur Bühne. Wer es auf die harte Tour mag, kann auch die Ellenbogen einsetzen.

W wie Wertsachen: Absolutes No-Go. Merke: Einweg-Grill, Einweg-Kamera, Einweg-Sonnenbrille, Einweg-Schuhe und Einweg-Zelt.

X wie Xenophobie: Lateinischer Bergriff für Fremdenfeindlichkeit - hat auf einem Festival nichts zu suchen, immerhin geht Ihr drei Tage am Stück mit fremden Menschen aufs Klo (siehe Dixie), duschen (siehe Körperhygiene) und tanzt Schweiß an Schweiß nebeneinander.

Y wie Yoga: Ist eigentlich ein eher untypisches Verhalten bei einem Festival. (siehe Privatsphäre)

Z wie Zuhause: Zufluchtsstätte, wenn der Festival-Rausch vorbei ist: Sauberes Bett, saubere Toilette, warme Dusche! Hier kann man wunderbar entspannen, bis zum nächsten Festival!

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