In der Nacht zu Sonnabend gab es für die Bewohner von Blätz, Cröchern und Dolle kein Trinkwasser. Grund war eine vom Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband (WWAZ) angekündigte Reparaturmaßnahme. Die dauerte allerdings länger als vorgesehen.

Sandbeiendorf l Geschäftiges Treiben herrscht am späten Freitagabend am Ortsrand von Sandbeiendorf. In einer etwa 20 Meter langen Baugrube besprechen die Kollegen mit Betriebsleiter Claas Heinemann und Rohrnetzmeister Heinz Ehrecke vom WWAZ die geplanten Arbeiten. Um das dringend notwendige Auswechseln der maroden Schieber in möglichst kurzer Zeit zu erledigen, sind sechs Mitarbeiter des WWAZ und sechs Fachleute von der Goldbecker Firma Laute im Einsatz.

Die Trinkwasserleitung versorgt aus Tangerhütte kommend die drei Dörfer Blätz, Cröchern und Dolle. Vorsorglich waren die Bewohner schon Tage vorher gewarnt und gebeten worden, sich für diese Nacht mit Trinkwasser zu bevorraten. "Geplant war, das Wasser am Freitag ab 21 Uhr abzustellen und am Sonnabend ab 6 Uhr wieder anzustellen", berichtet Rohrnetzmeister Heinz Ehrecke.

Doch die Arbeiten sollten sich länger hinziehen. Der Absperrschieber am Sandbeiendorfer Knotenpunkt ließ sich nicht vollständig schließen. Damit floss immer wieder Wasser in die Baugrube.

"Auch bei geplanten Reparaturmaßnahmen kann eben immer etwas Ungeplantes geschehen."

"Das hat die Arbeiten natürlich erheblich behindert und verzögert", bittet Heinz Ehrecke alle betroffenen Bürger um Verständnis für die eingetretenen Verzögerungen bei der Wiederaufnahme der Trinkwasserversorgung.

Obwohl alle Kollegen die ganze Nacht hindurch bis zur Erschöpfung arbeiteten, konnte die Wasserversorgung nach Einbau der neuen Armaturen und dem notwendigen Spülen der Leitung erst gegen 11.30 Uhr am Sonnabend wieder aufgenommen werden. "Auch bei einer geplanten Reparaturmaßnahme kann eben immer etwas Ungeplantes geschehen", bedauert Ehrecke. Der undichte Absperrschieber soll demnächst gewechselt werden.

Die in der Nacht zum Sonnabend ausgeführten Arbeiten sind nur der erste Teil einer umfangreichen Reparaturmaßnahme. "Die Arbeiten werden am 1. August fortgesetzt", informiert Claas Heinemann. Dann soll der Knotenpunkt am Ortseingang von Sandbeiendorf entflochten und der teilweise Rückbau eines Wasserzählerschachtes erfolgen. Weitere Arbeiten sind ab Mitte August geplant. Dabei wird der Übergabeschacht zwischen dem WWAZ und dem Wasserverband Stendal-Osterburg erneuert. Zum Abschluss des Maßnahmepaketes, das eine stabile Versorgung der Bürger mit Trinkwasser absichern soll, wird zwischen Angern und Rogätz ein Wasserzählerschacht eingebaut. Alle betroffenen Abnehmer werden durch den WWAZ rechtzeitig über die Arbeiten und damit verbundene Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung informiert.