18 junge Leute sind mit ihrem Abschlusszeugnis der Evangelischen Sekundarschule in einen neuen Lebensabschnitt gestartet. In der Simultankirche in Althaldensleben wurden sie festlich verabschiedet.

Haldensleben l Mit vielen Parallelen zur Fußball-Weltmeisterschaft blickte Schulleiterin Pia Kampelmann in der Festveranstaltung für die Schulabgänger der Evangelischen Sekundarschule auf die letzten Schulwochen der Zehntklässler zurück. Sie setzte das harte Training der Fußballer mit dem Fleiß der Schüler und den meistens gelungenen Klassenarbeiten gleich. Alle hätten es geschafft. Einige seien zur Höchstform aufgelaufen. "Wir haben fast staunend in einigen Prüfungen 15 Minuten Feuerwerk des Wissens und Könnens erlebt." Und sie gab den jungen Leuten ein Zitat von Sepp Herberger mit auf den Weg "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel". "Genießt Euren Erfolg und die Sommerzeit. Und dann, egal, wo ihr beginnt, startet durch mit Gottes Segen."

"Ein jegliches hat seine Zeit", nahm Gemeindepädagoge Robert Neumann den Gedanken auf. Da hätten auch die Puhdys mit ihrem großen Hit auch nur aus der Bibel gecovert. Alles brauche seine Zeit, um zu wachsen und sich zu entwickeln. Lebenszeit zu ge- nießen wie ein Geschenk, forderte Neumann auf.

Ein bisschen Wehmut klang bei Klassenlehrerin Sabine Wilhayn durch: "Ihr wart meine erste Klasse an dieser Schule. Fast alle haben bereits ihren Ausbildungsvertrag unterschrieben. Vielleicht kommt Ihr zu einem Tag der offenen Tür oder einfach so mal wieder in der Schule vorbei und habt viel zu erzählen. Schade, dass Ihr die neue Schule nicht mehr genießen könnt. Ihr habt beim Umzug so fleißig geholfen." Sie blickte auf drei Klassenfahrten und viele gemeinsame Aktionen zurück.

"Vielen Dank für die Toleranz, die Ausdauer und Energie", wandte sich Lisa Kreutz für die Klasse an ihre Lehrer. "Danke, dass Sie die Zeit überstanden haben, ohne einen Nervenzusammenbruch zu erleiden." Mit Schülern in der Pubertät sei das sicher nicht einfach gewesen. Ein besonderes Dankeschön richteten Vivien Fast und Celina Gurgel an ihre Klassenlehrerin und Schulleiterin. "Sie standen immer hinter uns", egal, was auch passiert sei, machten sie Sabine Wilhayn ein großes Kompliment. An Pia Kampelmann schätzten sie besonders, dass sie immer locker und einfühlsam und dennoch streng gewesen sei.

Mehrere Mütter und Väter sprachen gute Wünsche für ihre Kinder aus. Sie hoffen, dass sie auch weiter mit ihren Freuden und ihrem Kummer zu ihnen kommen werden, sie wünschten ihnen verständnisvolle Ausbilder und dass sie neue Freunde finden werden.

Der Schulchor umrahmte die Veranstaltung in der Simultankirche. Jeder Schul- abgänger erhielt zur Erinnerung eine Kerze aus der Schülerfirma. Und an einem Namensbaum durfte jeder Schüler sein Namensschild aufhängen. Der Abschlussjahrgang 2014 ist der zweite, der die Evangelische Sekundarschule in Haldensleben verlässt.

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