Weiße Pulks aus allen Himmelsrichtungen strampelten am Sonnabend nach Eichenbarleben. Der Schlosspark war das Ziel der "Tour de Börde 2014", einer Rad-Sternfahrt für alle Generationen aus allen Dörfern der Hohen Börde.

Eichenbarleben/HoheBörde l 228eingetragene Teilnehmer, in strahlend weißen Tour-de-Börde-T-Shirts, dazu viele spontane Radler zog es am Sonnabendvormittag hinaus unter den strahlend blauen Bördehimmel. An allen Ecken und Enden der Gemeinde hatten sich Tour-Teilnehmer aller Generationen getroffen. Ehrenamtliche Wegeführer hatten die Strecken über die Trassen des über 100 Kilometer Holunder-Radwegenetzes der Hohen Börde konzipiert.

Fahrgemeinschaften aus allen Himmelsrichtungen

Den direkten und kürzesten Weg nahmen die wenigsten. In Schackensleben hatte sich unter Leitung von Rolf Kühle die 50-köpfige Fahrgemeinschaft "SaScha" (Groß Santersleben und Schackensleben) gefunden. Ihr Weg führte von Schackensleben aus zunächst zu einem Picknick zur Groß Santersleber Feuerwehr. Die Brandschützer versorgten die Radler mit Bockwurst und Brötchen vom Schackensleber Bäcker. Weiter ging`s über Mammendorf und Ochtmersleben nach Eichenbarleben.

Aus Bebertal waren 13 Teilnehmer mit Klaus Bremer über die Hünerküche und den Weißen Schacht nach Nordgermersleben und weiter Richtung Schlosspark gefahren. Von Nordgermersleben aus führte Hans-Dieter Müller den Tross mit 33 aktiven und zwei passiven Radlern - im Kinderhänger und auf dem Fahrradsitz - zum Zielort, wo drei weitere Nordgermersleber die Gruppe verstärkten.

Die größte Truppe stellten wie bereits 2013 die Eichenbarleber. Und das lag nicht daran, dass sie die scheinbar kürzeste Strecke hatten. Wegeführer Udo Alsleben begleitete 54 Rad- und Naturfreunde aus Ochtmersleben, Eichenbarleben und Mammendorf über die Stationen Mammendorf, Wellen und Ochtmersleben wieder zurück an die Ziellinie. Der Weg der Hohenwarsleber unter Rico Bensch führte über Feldwege nach Mammendorf und schließlich ins Ziel. Ihr Wermutstropfen: Verkippte Müllberge am idyllischen Groß Santersleber Dorfteich.

Thomas Webel, Landesverkehrsminister und Schirmherr der "Tour de Börde", zollte allen Radsternfahrern "höchsten Respekt für Ihre Leistung bei Extremtemperaturen von bis zu 35 Grad". Webel hoffte, alle seien über gut befahrbare Pisten vorangekommen.

Hoffen auf mehr passable Radfahrertrassen

Seitens der Wellener Pulkführerin Martina Neubauer erreichte ihn der Wunsch nach einem vernünftigen Radweg von Wellen bis an die B1. Webel erklärte dazu: "Auch wenn unser Landesfinanzminister erklärt, dem Land gehe es sehr gut, können wir doch im Jahr nur 25 Kilometer neue Radwege bauen. Da muss noch Einiges verbessert werden. Auch hier in der Hohen Börde." Auf jeden Fall stehe er voll und ganz hinter dem Grundgedanken der "Tour de Börde", dem Miteinander der Generationen.

Zum Höhepunkt des Tages heizte das "Sax´n Anhalt Orchester" der weißen Radler-Schar ordentlich ein. Die Eichenbarleber Schützen - sie feierten am Wochenende ihr 20. Park- und Schützenfest - hatten für ein prächtiges Ambiente gesorgt.

Die Tourteilnehmer feierten ausgelassen und bejubelten das Gewinnertrio der großen Tour-Tombola. Über einen Präsentkorb freute sich die Hermsdorferin Bärbel Froböse, die Eichenbarleberin Rosula Müller über einen Modegutschein. Den Hauptpreis, ein E-Bike, gewann die Nordgermersleberin Bärbel Feller ab. Als Glücksbringer an der Tombola erwies sich Phillip Salomon aus Nordgermersleben.

Bürgermeisterin Steffi Trittel und Eichenbarlebens Ortsbürgermeister Detlef Binkowski dankten allen Helfern und Teilnehmern für ein Erlebnis, das vom Miteinander der Generationen und der Dörfer untereinander geprägt war. Darauf stießen alle an und die Eichenbarleber Schützen feuerten einen krachenden Tour-Böller in den Sommerhimmel.

Die nächsten, die ganze Gemeinde Hohe umspannenden, Höhepunkte sind der Freiwilligentag am 20. September, die "Süße Tour" im September und der Veranstaltungsreigen zum "Tag der Regionen" rund um den 3. Oktober.

Zielort der "Tour de Börde 2015" wird Irxleben sein, wo am 13. Juni 2015 die große 1000-Jahr-Feier steigt.

   

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