NiedereBörde l Die Kinder und Jugendlichen in der Niederen Börde haben einen neuen Ansprechpartner: Steffen Niemann arbeitet seit Anfang Juli als neuer Sozialarbeiter in der Einheitsgemeinde. Der 40-Jährige wird sich künftig unter anderem beratend und begleitend um die von den Jugendlichen selbstverwalteten Jugendclubs kümmern.

"Ich möchte eine Regelmäßigkeit, beispielsweise in Bezug auf die Öffnungszeiten der Clubs, schaffen. Dazu muss ein Konzept erstellt werden. Die Frage ist dabei: Wo setzt man an?", erklärt der gebürtige Thüringer. Weil die Stelle des Sozialarbeiters in der Niederen Börde einige Monate unbesetzt war, sei nach der Schulung der neuen Jugendclubleiter nicht mehr viel passiert.

"Ich bin unbefangen und lasse mich überraschen"

In seinen ersten zwei Dienstwochen hat sich Steffen Niemann mit den Ansprechpartnern in Behörden, Schulen und Jugendclubs bekannt gemacht und sich zudem bei Kollegen und in der Gemeinde über die Arbeit seiner Vorgänger informiert.

"Es gibt viel Positives, aber auch Negatives. Ich möchte die Fehler nicht wiederholen", betont Niemann. "Ich bin unbefangen und lasse mich überraschen", ergänzt er in Bezug auf seine neuen Aufgaben.

Einige Projekte, die in der Vergangenheit angeschoben worden sind, wolle Niemann weiterführen beziehungsweise weiterentwickeln, beispielsweise das Tanzprojekt "Hip Hop meets Karneval", das "Respect-Camp" sowie ein Graffiti-Projekt.

Weiterhin zählen Problemlösungsangebote zu Steffen Niemanns Aufgabenbereich. Dahinter verbergen sich vor allem Angebote zur Krisenintervention. Hat ein Elternteil beispielsweise Probleme mit seinem Kind oder gibt es Beschwerden aus dem Ort über das Verhalten von einigen Jugendlichen, springt Niemann als Mediator ein und vermittelt.

"Eltern sind bei der Mitgestaltung der Ferien gefragt"

Insgesamt wolle er nach einigen personellen Wechseln wieder eine Konstante im Bereich der Jugendarbeit herstellen und das Vertrauen der jungen Leute gewinnen.

Für die ersten Ferienwochen hat der neue Sozialarbeiter schon ein umfangreiches Freizeitprogramm erstellt (siehe Infokasten). Willkommen sind Kinder ab dem Schulalter sowie Jugendliche aus dem gesamten Landkreis. "Eltern sind bei der Mitgestaltung der Ferien gerne gefragt", teilt der 40-Jährige mit. Geplant sind unter anderem Ausflüge zum Jersleber See, in den Zoo und den Elbauenpark in Magdeburg.

Für die Folgewochen will Niemann ebenfalls ein Angebot erstellen. Nur für den Zeitraum vom 18. bis 29. August wird es voraussichtlich kein Programm geben, da der Sozialarbeiter dann nicht im Dienst ist.