Niederndodeleben/HoheBörde l Brücken nach Niedersachsen schlagen die Landfrauen aus der Hohen Börde und empfingen Gäste von der Landfrauengruppe aus Helmstedt. Auf dem Hof von Landfrau Helmi Ritter schmiedeten sie Pläne für die Zukunft.

Mit den Siegertorten der dreifachen Bördebackkönigin Helmi Ritter und leckeren Erfrischungsgetränken aus dem Holunderkontor ließen es sich die Damen von der Landfrauengruppe "Holli Holler" gut gehen. Jedes Jahr im Juli lädt die hoheitliche Landfrau auf ihr "Ritter"-Grundstück an der Schillerstraße. Bei leckerem Kuchen kamen die Landfrauen hier schon mit prominenten Landes- und Bundespolitikern ins Gespräch. Dieses Mal kamen Gäste aus Helmstedt.

Ulrike Janze, die Vorsitzende, und Ilsemarie Seelecke, die zweite Vorsitzende der 180Mitglieder starken Landfrauengruppe Helmstedt, waren einer Einladung nach Niederndodeleben gefolgt. "Einige Landfrauen aus der Börde kennen wir schon. Wir wollen weitere Kontakte knüpfen, uns gegenseitig kennenlernen. 25 Jahre nach dem Mauerfall sollten auch die Landfrauen enger aneinander rücken", erklärte Ulrike Janze.

Konkret ging es um Absprachen für einen Besuch der Helmstedter Landfrauen zum Tag der süßen Tour am 18.Oktober. Etwa 50 Landfrauen aus Niedersachsen wollen die Erkundungstour quer durch das Reich der Zuckerrübe erleben. Dabei wollen sie ihre Mistreiterinnen aus der Hohe Börde beim traditionellen Sirupkochen auf dem Hof von Anke Busse in Ochtmersleben besuchen und zum Kaffeetrinken bei den Wellener Heimatfreunden am altmärkischen Backofen in der "Dorfscheune" einkehren.

Beim Plausch im Grünen kamen sich die Landfrauen näher, erinnerten an erste Begegnungen währen des Deutschen Landfrauentages Anfang Juli in Magdeburg. "Ich war beeindruckt, was die Landfrauen aus Sachsen-Anhalt dort auf die Beine gestellt haben. Das war eine Leistung, wenn man bedenkt, dass es in Sachsen-Anhalt 1000 und in Niedersachsen 70000 Landfrauen gibt. Wir haben mitgliedermäßig noch etwas Vorlauf, aber auch unsere Frauen werden immer älter", betonte Ulrike Janze.

Steffi Trittel, die Vorsitzende des Landfrauengruppe "Holli Holler", unterstrich: "Bundesweit gibt es mehr als eine halbe Million organisierter Landfrauen. Das sind mehr als die großen Volksparteien haben. Wir sind schon eine Kraft im Land, die sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für ein modernes Selbstverständnis der Frauen im ländlichen Raum einsetzt." Zusammen berieten die Damen weitere Aktivitäten. Ilsemarie Seelecke lud ihre Gastgeberinnen zu den Feierlichkeiten anlässlich des 25. Jahrestages der Maueröffnung am 9. November 2014 nach Helmstedt an der früheren innerdeutschen Grenze ein. "Wir werden dort mit einem Stand vertreten sein und würden uns freuen, wenn wir den mit den Frauen aus der Börde gestalten könnten."

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